Antiker Druck Kaiser Karl VII Karl Albrecht v. Bayern 1745 - 1746 4 Bände
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Detailinformationen
- SpracheDeutsch
- ZustandGebraucht
- ÜbergabeSelbstabholung, Versand
Beschreibung
Anonym Antiker Druck Caroli VII Kaiser Karl VII Karl Albrecht von Bayern 1745 - 1746 4 Bände in einem Band
Titel des Werkes: Vertrauliche Unterredung von den vergangenen Welt-Geschichten zur Zeit der Regenten aus dem Erz-Herzogl. Hause Oesterreich in der Versammlung der abgeschiedenen Ober-Irdischen Geistern der ehemaligen Grossen Potentaten der Christenheit, veranlasset durch die Uberkunft des letzt-abgelebten Allerdurchlauchtigen Römischen Kaisers Caroli VII dessen Leben und denkwürdige Regierung eine besondere Aufmerksamkeit erweckt hat.
Frankfurt am Mayn; gedruckt und zu finden bey Heinrich Ludwig Brönnern; 1745
Folge 1 bis Folge 4 (Fortgesetzte vertrauliche Unterredung von den Vergangenen Welt-Geschichten….) in einem Band. Jeder der 4 Teile mit separater Titelseite und Schöner Vignette. Insgesamt 456 Seiten. In Band 1 eine Faltbare Stammtafel (Stammbaum) der wichtigsten Habsburger bis in die Generation von Maria Theresia. Außerordentlich seltene erste (und vermutlich einzige) deutsche Ausgabe in 4 Folgen gebunden zu einem Band. Insgesamt gut erhaltener Druck. Einband in schlichter Kartonpappe der Zeit. Der Einbandrücken mit Lederschild, im oberen Drittel fehlsstellig bzw. beschabt, der Einband altersspurig und etwas locker in den Gelenken. Das Buchinnere sauber und schöner Druck, auf wenigen Seiten minimal altersfleckig.
Aus wiki: Karl Albrecht von Bayern (* 6. August 1697 in Brüssel; 20. Januar 1745 in München) aus dem Hause Wittelsbach war von 1726 bis 1745 als Karl I. Kurfürst und Herzog von Bayern. Nach dem Tod des habsburgischen Kaisers Karl VI. im Jahr 1740 beanspruchte er aufgrund seiner Ehe mit Maria Amalia von Österreich, der Nichte Karls VI., auch das Erzherzogtum Österreich und war von 1741 bis 1743 als Karl III. kurzzeitig König von Böhmen, konnte sich im Österreichischen Erbfolgekrieg aber nicht gegen Maria Theresia durchsetzen, was ihn zeitweise sogar seine Herrschaft in Bayern kostete.
Als er zwischenzeitlich siegreich zu sein schien, erlangte er 1742 als Karl VII. die Wahl zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und blieb dies bis zu seinem Tod, durch die schlechte Kriegslage bedingt jedoch die meiste Zeit ohne seine Hausmacht in Bayern. Durch seine Wahl wurde er der einzige Nicht-Habsburger auf dem Kaiserthron seit 1437 und – vier Jahrhunderte nach seinem Stammvater Ludwig IV. – der dritte Wittelsbacher auf dem römisch-deutschen Thron. Ihm folgte Franz I. Stephan, welcher als Ehemann Maria Theresias das Haus Habsburg-Lothringen begründete. Kulturell markiert die Herrschaft Karl Albrechts den Höhepunkt des Rokoko in Altbayern.
Was auf den ersten Blick als Bericht über die Vorfahren und insbesondere das Leben von Kaiser Karl VII. (Wittelsbacher - nicht Habsburger!) erscheint ist eine satirische und bissige Schrift und Schilderung über die kurze Regentschaft von Kaiser Karl VII, der nur drei Jahre Kaiser des Heiligen Römischen Reiches war und die Jahre zuvor, aber auch über die Habsburg Familie der damaligen Zeit. Der Verfasser karikiert in amüsanten, detaillierten Schilderungen die Äußerlichkeiten des Lebens und der Personen am Kaiserhof, weshalb die Schriften auch anonym verfasst wurden.
Sehr interessanter und überaus seltener Band, dessen Verfasser vermutlich David Fassmann (1685 - 1744) war.
Aus wiki: David F. Faßmann, auch Fassmann (* getauft 20. September 1685 in Oberwiesenthal; 14. Juni 1744 in Lichtenstadt) war ein deutscher Schriftsteller, Historiograph und Publizist.
Von 1718 bis 1739 war er der Herausgeber der Moralischen Wochenschrift Gespräche in dem Reiche derer Todten in Leipzig. Der Bremer Presseforscher Michael Nagel nannte ihn in der „Zeit“ den „erfolgreichsten Journalisten der ersten Jahrhunderthälfte“.Erstmals 1721 und bis 1733 periodisch in vier voluminösen Bänden publizierte er die Reisebeschreibung Der auf Ordre und Kosten seines Kaysers reisende Chineser. Faßmann war Mitglied des Tabakskollegiums seit 1726. Dort unterhielt er als Spaßmacher und „Neuigkeitserzähler“ neben Jacob Paul von Gundling den König und seine Gesellschaft. Faßmann karikierte in amüsanten, detaillierten Schilderungen die Äußerlichkeiten des Lebens und der Personen am Königshof. 1731 hielt er bei Hofe die Leichenpredigt auf Jacob Paul von Gundling, der in einem Fass auf lächerliche Art und Weise beigesetzt wurde. Seit 1731 war er ordentliches Mitglied der Königlich Preußischen Sozietät der Wissenschaften. Faßmann starb auf einer Reise auf dem Weg nach Karlsbad in Böhmen.
Auch die Druckerei des Heinrich Ludwig Brönner verdient eine kurze Erwähnung. Sie war Verlagshaus und Druckerei in einem, ist ab 1727 belegt und bestand bis mindestens 1870.
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