1914: Signiert von Autor De Reynold Cites et Pays Suisses Schweiz Roman Erzählung Literat Schriftsteller Historiker Geographie Geschichte Klassiker Kultur
Detailinformationen
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Beschreibung
großer Klassiker
vom Autor signierte Erstausgabe und
mit Widmung
Cites et Pays Suisses
3 Bände in einem Band
von Gonzague de Reynold
Verlag: Payot & Cie
Lausanne
1914-20 (erschien erst 1948 einbändig)
Erstauflage!
316, 268, 304 Seiten
hübscher Halbledereinband mit Rückenschild, Widmung auf dem Vorsatzblatt an "Willy Potter", also entweder bereits bei erscheinen als ein Band zusammen gebunden oder dann 1956. Auch vom Autor signiert und datiert mit Cressier, 13. V. 1956
17 x 12,5 cm
Band 1 zB: Überblick - Die Natur - die romanischen Kantone - die Greyerz - Lieder - das Wallis - der Sankt-Gotthard und das Urserental - das Tessin - das Alpen-Rätien.
Gonzague de Reynold (1880-1970) war ein Schweizer Schriftsteller, Historiker und Literaturwissenschaftler. Der Freiburger Patrizier und rechtskonservative Intellektuelle war als Apologet der aristokratischen Vergangenheit der Schweiz und leidenschaftlicher Gegner des Liberalismus sein Leben lang streitbar und umstritten.
Reynold wuchs in einem adligen Elternhaus auf, das über grossen Grundbesitz verfügte und auf keine bürgerliche Erwerbstätigkeit angewiesen war. Nach der Matura am Kollegium St. Michael in Freiburg studierte er an der Sorbonne und am Institut catholique de Paris und beendete seine Studien in Freiburg im Breisgau. 1910 wurde er als Privatdozent an die Universität Genf berufen, 1915 bis 1931 lehrte er als ordentlicher Professor an der Universität Bern französische Literatur und ab 1932 an der Universität Freiburg Geschichte der Zivilisation.
1904 gründete er in Genf zusammen mit Charles Ferdinand Ramuz und den Brüdern Charles-Albert Cingria und Alexandre Cingria die Zeitschrift La Voile latine, die zum Sprachrohr einer gleichnamigen politisch-kulturellen Bewegung wurde. 1914 war er Mitbegründer der Neuen Helvetischen Gesellschaft, 1919 des Schweizerischen Initiativkomitees Pro Vorarlberg, und 1932 wurde er Vizepräsident der Kommission für geistige Zusammenarbeit des Völkerbundes. Albert Einstein, ebenfalls Mitglied der Kommission, bezeichnete ihn als „Esel in Bern“. Mit Léon Savary und René de Weck bildete er die Troika der Freiburger Schriftsteller des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Während des Zweiten Weltkrieges plädierte er für die Umwandlung der Schweiz in eine autoritäre Republik.
1955 gründete er mit Jean-René Bory die Société suisse des Amis de Versailles zur Schaffung eines Museums für die Auslandschweizer im Schloss Penthes in Pregny-Chambésy. Im gleichen Jahr erhielt er den Grossen Schillerpreis der Schweizerischen Schillerstiftung. Die Laudatio bei der Verleihung im Rathaus Zürich hielt sein alter Freund, der Genfer Romancier und IKRK-Spitzenfunktionär Jacques Chenevière.
Sein Hass gegen den Kommunismus und sein Kampf gegen die Demokratie machten Gonzague de Reynold zu einem Bewunderer der autoritären Regimes von António de Oliveira Salazar und Benito Mussolini und ließen ihn sogar Verständnis für Adolf Hitler aufbringen. Er hielt den Faschismus für die einzige Gesellschaftsordnung, die sich für die Würde der Arbeiter einsetzte (siehe: Klerikalfaschismus), und wollte die Schweiz zu einem autoritären Ständestaat machen. Er selbst sollte darin die Führungsrolle übernehmen. Analog zu den Titeln Duce oder Führer wäre der höchste Schweizer Landammann genannt worden. Reynolds Wirken blieb aber letztlich doch auf katholische Kreise und auf die Westschweiz beschränkt. Dennoch darf sein Einfluss nicht unterschätzt werden. So war etwa Bundesrat Philipp Etter gleichsam sein Schüler, der ganz im Sinne Reynolds die Staatsgeschäfte betrieb.
Die Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique nahm ihn 1954 als assoziiertes Mitglied (Élu associé) auf. Gonzague de Reynolds Nachlass befindet sich im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern.
Mischauflage mit ersten (?), Altersbedingte Gebrauchsspuren.
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