Alte Ikone (vermutlich von 1763), ca. 14x18cm
Detailinformationen
- MotiveAndere Motive
- TechnikAndere Techniken
- ZustandGebraucht
- ÜbergabeSelbstabholung, Versand
Beschreibung
[] – Heiliger Nikolaus und Rechts oben: [] – der Wundertäter. Links oben neben der kleinen Figur: – Abkürzung für (Christus). Rechts oben neben der kleinen Figur: – Abkürzung für (griechisch: Mutter Gottes)
Die beiden kleinen Figuren oben sind klassische Darstellungen von Christus und Maria, die dem hl. Nikolaus das Evangeliar und das Omophorion (Schultertuch eines Bischofs) überreichen.
Der Text auf dem Buch, das Nikolaus in der Hand hält, ist teilweise unleserlich durch Schäden und Übermalung, aber typischerweise enthält es Zitate aus dem Evangelium.
Auf der Rückseite finden sich mehrere handschriftliche Inschriften, die zum Teil verblasst sind.
Oben, In grünlicher Schrift, schwer lesbar:
„… … 1763“
Das bedeutet:
„Hl. Bischof Nikolaus der Wundertäter, 1763“
(Möglicherweise ein Verweis auf das Motiv oder eine Datierung)
Mitte (weiße und schwarze Schrift):
Wieder eine Abkürzung für „Nikolaus“
Unten (in schwarzer Tinte):
1904 – Jahr 1904
– Anastasija Alexejewna
[] – Dorf Artemjewka
3- – 3. Februar
Also etwa:
„Im Jahr 1904, Anastasija Alexejewna, Dorf Artemjewka, 3. Februar“
Diese Ikonenform ist bekannt als „Nikolaus mit Christus und der Gottesmutter“, ein sehr beliebtes Motiv in Russland ab dem 17. Jahrhundert. Die Ikone zeigt typische Merkmale der russischen Ikonenmalerei:
• Vergoldeter Hintergrund: Blattgold oder Mixtion auf Bolusgrund
• Holztafel (wohl Eiche oder Linde), eventuell Leimgrund
• Klassische Farbgebung mit dunklem Inkarnat (Gesicht und Hände), floralen Ornamenten im Mantel
• Schriftart: Kirillisch, mit typischen Abkürzungen (Tituli)
Die Malweise ist postbyzantinisch, mit einer stilisierten, leicht naiven Gesichtsdarstellung – typisch für die russische Provinzikonenmalerei des 18. bis 19. Jahrhunderts. Datierung und Provenienz.
Es finden sich zwei wichtige Daten:
• „1763“ – möglicherweise Herstellungsjahr oder eine frühere Besitznotiz
• „1904 … “ – Besitzvermerk einer Anastasija Alexejewna im Dorf Artemjewka
Das spricht für eine Ikone, die im späten 18. oder frühen 19. Jahrhundert in einer russischen Werkstatt, vermutlich im europäischen Teil Russlands (z.B. Region Jaroslawl, Wladimir oder Twer), entstanden ist und 1904 noch in Gebrauch war.
Zustand:
Die Ikone ist im guten altersgemäßen Zustand:
• Vergoldung und Farbschichten sind noch weitgehend erhalten.
• Risse und Abplatzungen vorhanden, aber typisch für das Alter
• Leichte Dunklung durch Oxidation und Ruß
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