Alte Kappe (Burschenschafter Kappe - Couleur?)

1030 Wien, 03. Bezirk, Landstraße
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Zuletzt geändert: 21.04.2026, 00:29 Uhr | willhaben-Code: 1598847488
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Detailinformationen

  • Zustand
    Gebraucht
  • Übergabe
    Selbstabholung, Versand

Beschreibung

Alte Kappe (Burschenschafter Kappe - Couleur??)

Klassische Schiffermütze aus schwarzem Leder – „Elstermode“ Elsterwerda, ca. 1970/80

Objekt

Traditionelle Schirmmütze (Kapitäns- oder Lotsenstil) aus schwarzem Echtleder.
Maße: Außendurchmesser ca. 24–25 cm; Innenmaß ca. 18–19 cm (entspricht der im Futter markierten Größe 56).
Herstelleretikett im Inneren: „Elstermode – 704 Elsterwerda“.

Darstellung

Das vorliegende Objekt ist eine klassische Kopfbedeckung, wie sie traditionell in der Seefahrt, im maritimen Handwerk oder als wetterfeste zivile Bekleidung Verwendung findet. Die Mütze zeichnet sich durch ein flaches, weiches Oberteil und einen festen, lederbezogenen Schirm aus.

Besonders markant sind:

die über dem Schirm verlaufende, zweifach gedrehte Kordelgarnitur (Sturmriemen), die an zwei seitlichen Metallknöpfen fixiert ist,

die ausgeprägte, authentische Patina des Oberleders, die auf einen langjährigen, aktiven Gebrauch hindeutet,

sowie das markentypische Innenfutter aus goldfarbenem Satin mit dem eingearbeiteten Webetikett der Firma Elstermode.

Die Mütze strahlt eine zeitlose, funktionale Ästhetik aus und verkörpert eine spezifische handwerkliche Identität der Region Elsterwerda.

Technik und Materialität

Das Objekt ist als robustes handwerkliches Konfektionsstück ausgeführt.

Obermaterial: Schwarzes Echtleder mit markanter Narbenstruktur. Die Oberfläche zeigt altersbedingte Trockenheitserscheinungen und ein feines Krakelee, was dem Leder eine charakterstarke Textur verleiht.

Fütterung: Das Innere ist mit einem gesteppten, glänzenden Textilgewebe (Satin) in hellem Goldton ausgekleidet, das einen haptischen Kontrast zum groben Außenleder bildet.

Verarbeitung: Der Mützensteg (Bund) ist verstärkt ausgeführt, um die Passform zu gewährleisten, während das Kopfteil („Teller“) flexibel bleibt.

Die Fertigungsqualität entspricht dem hohen Standard spezialisierter Lederwarenbetriebe der DDR-Zeit.

Datierung und Kontext

Das Etikett weist den Hersteller „Elstermode“ mit Sitz in Elsterwerda aus. Bei dem Betrieb handelte es sich um den VEB Elstermode Elsterwerda, einen namhaften Hersteller von Bekleidung und Kopfbedeckungen in der DDR. Die Angabe der alten Postleitzahl „704“ sowie die Typografie des Etiketts lassen eine Datierung in die 1970er bis frühen 1980er Jahre zu.

Während maritime Kopfbedeckungen oft mit der Küste assoziiert werden, dokumentiert dieses Stück die bedeutende Rolle der Binnenland-Industrie bei der Ausrüstung von Handwerk und Handel. Die Lederversion stellt dabei die besonders strapazierfähige Variante der klassischen Tuchmütze dar.

Stilistische Einordnung

Die Mütze folgt der traditionellen Formgebung der Elbschiffer- oder Kapitänsmütze. Die Gestaltung ist rein funktional:

Der flache Aufbau bietet wenig Angriffsfläche für Wind.

Das Material Leder bietet Schutz vor Nässe und Kälte.

Die dekorativen Elemente (Kordel und Knöpfe) zitieren die maritime Tradition und verleihen dem Objekt eine würdevolle, fast uniformierte Anreicherung.

Das Stück steht exemplarisch für die Beständigkeit klassischer Kleidungskonzepte, die über Jahrzehnte hinweg nahezu unverändert blieben.

Erhaltungszustand

Obermaterial: Das Leder zeigt deutliche Gebrauchs- und Alterungsspuren. Es gibt sichtbaren Abrieb an den Kanten und am Schirm sowie eine allgemeine Trocknung der Oberfläche. Diese Merkmale sind jedoch als authentische Patina eines Gebrauchsgegenstandes zu werten.

Innenfutter: Der goldfarbene Satin ist gut erhalten, zeigt jedoch am unteren Rand die üblichen nutzungsbedingten Verfärbungen und leichte Scheuerstellen.

Form: Die Mütze ist weich und zeigt eine natürliche Deformierung durch Lagerung und Tragen, was jedoch keine substantielle Beschädigung darstellt.

Zubehör: Kordel und Knöpfe sind original und fest mit dem Korpus verbunden.

Insgesamt ein ehrlicher, gebrauchter Erhaltungszustand von hoher Authentizität.

Kulturhistorische Bedeutung und Interpretation

Diese Mütze der Marke „Elstermode“ ist ein interessantes Zeugnis der ostdeutschen Textilgeschichte. Der Betrieb in Elsterwerda war überregional für seine Konfektionsware bekannt. Das Objekt zeigt, wie traditionelle maritime Designs im Binnenland für einen breiten Markt (Beruf und Freizeit) adaptiert wurden.

Für Sammler von DDR-Alltagsgegenständen, technischem Kulturgut oder Vintage-Mode stellt dieses Stück aufgrund des eindeutig identifizierbaren Herstellers und der charaktervollen Alterung ein sammelwürdiges Belegstück dar.

Fazit

Eine authentische Schiffermütze aus schwarzem Leder der Marke „Elstermode“ Elsterwerda. Das Objekt ist ein charakterstarkes Beispiel für deutsche Hutmacherkunst der Nachkriegszeit, geprägt durch hochwertige Materialien und eine lebensnahe Patina.

Hersteller: VEB Elstermode Elsterwerda
Modell: Schiffermütze / Kapitänsmütze
Material: Leder, Innenfutter Satin
Größe: 56
Datierung: ca. 1970–1985
Zustand: Altersgemäß gebraucht (authentische Patina)
Bedeutung: Regionalgeschichtliches Zeugnis der Textilindustrie in Elsterwerda und maritime Alltagskultur.

Nach erneuter Prüfung der Details – insbesondere des Materials, der Kordel und des Herstellers – lässt sich jedoch mit hoher Sicherheit sagen, dass es sich nicht um eine klassische Burschenschaftsmütze (Couleur) handelt.

Hier sind die entscheidenden Gründe für diese Einordnung:

1. Das Material (Leder)

Burschenschaftliche Mützen (wie das klassische „Stürmer“-Modell oder die flache Tellermütze) bestehen fast ausnahmslos aus feinem Tuch (Wolle) oder Samt in den jeweiligen Vereinsfarben. Eine Mütze komplett aus schwarzem, genarbtem Leder ist für Studentenverbindungen absolut untypisch. Leder wurde dort allenfalls für den Schirm verwendet, nicht aber für den Korpus.

2. Die Kordel und die Knöpfe

Die Kordel: Die hier sichtbare, dicke, schwarz gedrehte Kordel ist die typische „Sturmkordel“, wie sie bei Marine- und Schiffermützen (z. B. der Elblotsen-Mütze) üblich ist.

Die Knöpfe: Burschenschaftermützen haben meist glatte Metallknöpfe oder Knöpfe mit dem Zirkel der Verbindung. Die hier sichtbaren Knöpfe mit ihrer floralen oder maritimen Prägung sind charakteristisch für zivile oder maritime Schirmmützen.

3. Der Hersteller „Elstermode“ (VEB)

„Elstermode“ (ehemals VEB Elstermode Elsterwerda) war ein volkseigener Betrieb der DDR.

In der DDR waren Studentenverbindungen im klassischen Sinne (Burschenschaften) verboten bzw. existierten nur im Untergrund.

Ein staatlicher Betrieb wie der VEB Elstermode produzierte Massenware für den zivilen Bedarf, Berufsbekleidung für die Schifffahrt oder den Export. Er hätte keine Burschenschaftermützen hergestellt, da es dafür keinen legalen Markt gab.

4. Die Form

Die Mütze hat einen sehr großen, weichen „Teller“ (das Oberteil). Burschenschaftermützen sind meist wesentlich kleiner, steifer oder haben eine ganz spezifische Form (wie der „Stürmer“ mit nach vorne fallendem Stoff). Das vorliegende Modell ist eine klassische „Prinz-Heinrich-Mütze“ oder eine Variante der Schiffermütze, die gerade wegen ihres robusten Leders oft von Seeleuten, Fischern oder Motorradfahrern getragen wurde.

Zusammenfassung

Das Objekt ist ein klassisches Beispiel für eine maritime Gebrauchsmütze. Die Verwechslungsgefahr rührt daher, dass beide Mützentypen auf militärische Kopfbedeckungen des 19. Jahrhunderts zurückgehen. Das Leder und das DDR-Herstelleretikett sichern die Identität als Schiffermütze jedoch eindeutig ab.

Wäre es eine Burschenschaftermütze, müssten wir zudem farbige Paspeln oder ein gesticktes Band (Couleur) finden, was hier völlig fehlt.

Ö1

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