Ansichtskarte an Prof. Dr. Alois Höfler
Privatperson
Detailinformationen
- MotiveStädte / Gebäude
- LandÖsterreich
- ZustandGebraucht
- ÜbergabeSelbstabholung, Versand
Beschreibung
Zum Verkauf steht ein faszinierendes und historisch dokumentiertes Zeitzeugnis der Wiener Moderne aus dem Jahr 1899. Diese gelaufene Postkarte verbindet herausragende Wiener Topografie, frühe Postkartenkunst und ein hochinteressantes akademisches Netzwerk in einem einzigen Sammlerstück.
Die Vorderseite: Wiener Parlament ohne Pallas-Athene-Brunnen
Motiv: Eine wunderschöne historische Lithografie/Lichtdruck-Ansicht des Wiener Parlamentsgebäudes an der Ringstraße.
Besonderheit: Der weltberühmte Pallas-Athene-Brunnen vor dem Haupteingang fehlt hier noch völlig – er wurde erst 1902 enthüllt! Der Vorplatz zeigt sich im Zustand von vor der Jahrhundertwende.
Verlag: Gedruckt vom Pionier-Verlag für frühe Wiener Künstlerpostkarten „Philipp & Kramer, Wien VI“ (Seriennummer: Wien XXIV/1).
Die Rückseite: Einblicke in die k.u.k. Elite & Postgeschichte
Die Karte wurde am 3. Januar 1899 in Wien abgestempelt und ist postalisch absolut lückenlos dokumentiert:
Der Empfänger – Eine historische Persönlichkeit: Adressiert an den berühmten österreichischen Physiker, Philosophen und Pädagogen Dr. Prof. Alois Höfler (1853–1922). Höfler lehrte an den Universitäten Prag und Wien, arbeitete eng mit Ernst Mach zusammen und war wegweisend für den späteren „Wiener Kreis“.
Die spannende Reise (Nachsendung): Da Höfler über den Jahreswechsel im Urlaub an der „österreichischen Riviera“ weilte, wurde die Karte von seiner Wiener Wohnung (Victorgasse 5) amtlich nach Lovrana, Istrien (heute Lovran, Kroatien) nachgesendet.
Philatelistische Highlights: Klarer k.u.k. Aufgabestempel (Wien 1/1), seltener schwarzer Bahnpost-Streifenstempel (Ambulant) der Südbahn und ein glasklarer Ankunftsstempel aus Lovrana vom 5.1.99 – nur zwei Tage Transportzeit ans Mittelmeer!
Der Absender: Wer war „Dein treuer Neisser“?
Der handschriftliche Text auf der Vorderseite ist mit „Dein treuer Neisser“ unterzeichnet. Aufgrund des engmaschigen akademischen
Umfelds liegt die vage, aber historisch hochgradig plausible Vermutung nahe, dass es sich hierbei um den Wiener Historiker und Bibliothekar Dr. Karl Neisser handelt.
Die Begründung: Dr. Karl Neisser arbeitete an der nahen Technischen Hochschule. Laut dem historischen Wiener Adressbuch von 1899 wohnte er im 4. Bezirk am Mittersteig 3 – nur ca. 5 bis 7 Gehminuten von Höflers Wohnung in der Victorgasse 5 entfernt. Diese nachbarschaftliche und berufliche Nähe erklärt perfekt den Inhalt der Karte, in dem Neisser beschreibt, wie er am Vorabend um 8 Uhr persönlich an Höflers Wohnung vorbeiging, dort eine Nachricht vorfand und tags darauf mit dieser Karte antwortete. Ein wunderbares Dokument bürgerlicher Vernetzung!
Details & Rechtliches:
Zustand: Gut erhaltener, altersgemäßer Zustand (gelaufen 1899). Schöne Stempelabschläge, Ecken bestoßen, siehe Originalbilder.
Versand: Der Versandkostenaufwand beträgt 3,50 € (sorgfältig und knicksicher verpackt).
Wichtiger Hinweis: Dies ist ein Privatverkauf. Der Verkauf erfolgt unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung, Garantie oder Rücknahme.
Transparenz-Hinweis: Dieser Beschreibungstext wurde mit Hilfe von KI erstellt. Es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit oder absolute Richtigkeit aller Angaben. Bitte beachten Sie die Bilder genau und führen Sie bei Bedarf eine eigene Recherche durch.
Greifen Sie zu und sichern Sie sich dieses Stück Wiener Universitäts- und Postgeschichte für Ihre Sammlung!
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