DVD: Yes - Speak (35th Anniversary)
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Detailinformationen
- TrägermediumDVD
- ZustandGebraucht
- ÜbergabeSelbstabholung, Versand
Beschreibung
2003 feierte das Urgestein des Artrocks Yes sein 35-jähriges Bestehen mit einer ausgedehnten Europatournee. Die Filmdokumentation Yesspeak blickt anlässlich dieser Zahl auf die gerade absolvierte Tour und auf die bewegte Vergangenheit der Band zurück. Der Film ist dabei eher eine Art Zwischenbilanz, die durchaus auf die Zukunft schaut, denn die Band will auch weiterhin auf Tour gehen und Alben aufnehmen. Alte wie neu dazugewonnene Fans werden sich freuen und Yesspeak bietet für beide etwas, da der Film sowohl Einführung wie auch Rückblick zugleich ist.
Die Bandgeschichte, die von Anfang an von häufigen internen Differenzen und Besetzungswechseln geprägt war, wird hier von ihrer aktuellen Besetzung vorgestellt, die sich als die "ultimative" Besetzung versteht -- eine Meinung, die von vielen Fans geteilt wird --, nämlich Jon Anderson, Steve Howe, Chris Squire, Rick Wakeman und Alan White. Es ist tatsächlich verblüffend, dass dieser Zusammenschluss aus egozentrischen Virtuosen, der stets vom Auseinanderbrechen gefährdet war, nach 35 Jahren noch immer existiert. Chris Squire, Bassist und Gründungsmitglied von Yes, liefert eine akurate Analyse darüber ab, wie die Band funktioniert: "Yes zieht das Publikum in seinen Bann. Die unterschiedlichen Persönlichkeiten und Ideen, die musikalische Stilmischung, die Fügung aller Ideen zu einem einheitlichen Ganzen -- all dies macht Yes zu etwas Besonderem. Zudem hat jeder Musiker die Gelegenheit zu zeigen, was in ihm steckt." Kein Geringerer als The-Who-Sänger Roger Daltrey trägt mit dramatischer Stimme die Textpassagen aus dem Off vor. Hier entsteht jedoch etwas der Eindruck, man sieht einem überlangen Promofilm über die Band zu, der etwas unkritisch auf die Bandgeschichte blickt. Interessanter sind die persönlichen Erzählungen der Musiker selbst, die einen Großteil von Yesspeak ausmachen. So erzählen Jon Anderson und Chris Squire beispielsweise, wie der Bandname entstanden ist und wie für den Erfolg des dritten Albums The Yes Album, das als erstes auf Platz eins der britischen Musikcharts einstieg, ein Poststreik eine entscheidende Rolle spielte.
Rick Wakeman berichtet unter anderem, wie er gleichzeitig sowohl von David Bowie wie auch von Yes ein Angebot bekam und wie er schließlich doch bei Yes landete. Auch Skurriles wird freimütig eingestanden: So erzählt Gitarrennarr Steve Howe von seiner Liebe zu seiner Gibson, die so weit ging, dass er sie mit ins Bett nahm und für sie ein eigenes Flugticket kaufte, damit sie nicht im Frachtraum beschädigt werden konnte. Auch in die Gründe für die häufigen Besetzungswechsel wirft der Film einiges Licht, ebenso wie in die Zeit um 1980, als Progressive Rock sich auf dem Abstieg befand und die Band sich in Richtungslosigkeit verlor und erst mit dem Album 90125 in neuer Form wiedererstand. Die gegenwärtige Renaissance der Band, die in den späten 90ern begann, ist daher eher eine Fortführung der Bandphase der späten 70er-Jahre.
Zugreifen lohnt sich: Neben der über dreistündigen ausführlichen Filmdokumentation ist auch ein zweieinhalbstündiges Liveset als Audiospur enthalten, bei der Fotos des Auftrittes wie in einer Diashow auf dem Bildschirm mitlaufen. Der Ton ist in ausgezeichneter Qualität in drei Tonformaten verfügbar (Dolby Digital 5.1, Dolby Stereo und DTS) und Sprachprobleme muss auch niemand befürchten: Zu dem in zehn Kapitel unterteilten Film lassen sich Untertitel in Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch einblenden.
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