Ein Ratgeber für den werdenden Wasserwanderer von Leopold Rybar wurde im Jahr 1927 im Verlag Steyrermühl in Wien veröffentlicht. Es erschien dort als dreifache Nummer in der bekannten Tagblatt-Bibliothek (Nr. 512/514)

Privatperson
Detailinformationen
- SpracheDeutsch
- ZustandGebraucht
- ÜbergabeSelbstabholung, Versand
Beschreibung
Ein Ratgeber für den werdenden Wasserwanderer von Leopold Rybar wurde im Jahr 1927 im Verlag Steyrermühl in Wien veröffentlicht.
Es erschien dort als dreifache Nummer in der bekannten Tagblatt-Bibliothek (Nr. 512/514)
Softcover Taschenbuch
Maße siehe Fotos
Format: 12 × 19 cm
Sehr seltenes Exemplar
Gutes antiquarisches Exemplar
Etwas vergilbt wegen dem hohen Holzanteil im Papier. Umschlag möglicherweise fleckig.
„Wie werde ich Faltbootfahrer?“ von Leopold Rybar – Seltene österreichische Wassersport-Broschüre der Zwischenkriegszeit | Tagblatt-Bibliothek Nr. 512/514 | Verlag Steyrermühl, Wien
Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um eine historisch bedeutende österreichische Broschüre aus der populären Reihe „Tagblatt-Bibliothek“, erschienen unter dem Titel „Wie werde ich Faltbootfahrer?“ und verfasst von Leopold Rybar. Das Heft ist als praxisorientierter Ratgeber für den aufkommenden Freizeit- und Wandersport des Faltbootfahrens konzipiert und stellt heute ein authentisches Zeitdokument der Sport- und Alltagskultur der Zwischenkriegszeit dar.
Die Publikation entstammt der bekannten Wiener Schriftenreihe „Tagblatt-Bibliothek“, welche über mehrere Jahrzehnte hinweg kostengünstige, allgemeinverständliche Sach- und Kulturhefte für ein breites Publikum herausgab. Die auf dem Titelblatt angegebene Nummerierung „Nr. 512/514 – Dreifache Nummer“ verweist auf eine umfangreichere Sonderausgabe innerhalb der Serie. Verlegt wurde das Werk vom traditionsreichen Verlag Steyrermühl in Wien, einem Unternehmen, das eng mit dem österreichischen Presse- und Verlagswesen des frühen 20. Jahrhunderts verbunden war.
Besonders bemerkenswert ist der kulturhistorische Kontext des Werkes. Das Faltboot entwickelte sich in den 1920er und 1930er Jahren zu einem Symbol moderner Freizeitgestaltung und naturnaher Erholung. Durch die Erfindung zerlegbarer Holz- und Leinwandkonstruktionen wurde das Bootfahren erstmals auch für breite Bevölkerungsschichten zugänglich. Vereine, Wanderbewegungen und sportliche Vereinigungen förderten den Wassersport aktiv, wodurch Ratgeberliteratur wie das vorliegende Heft zu wichtigen Begleitern einer neuen mobilen Freizeitkultur wurde. Das Objekt dokumentiert somit nicht nur technische oder sportliche Aspekte, sondern vermittelt zugleich einen authentischen Einblick in die gesellschaftlichen Ideale der damaligen Zeit.
Ikonografisch zeichnet sich das Cover durch eine für die Zwischenkriegszeit typische illustrative Gestaltung aus. Zentral dargestellt ist ein Faltbootfahrer auf ruhigem Gewässer, unterhalb des Bootes begleitet von einer stilisierten Meerwesen- bzw. Nixendarstellung mit Fischmotiven. Diese Verbindung aus realistischer Sportszene und märchenhaft-symbolischer Unterwasserwelt verleiht dem Titelblatt einen ausgesprochen dekorativen Charakter und verweist auf die romantisierende Wahrnehmung des Wasserwanderns als naturnahes Abenteuer. Die reduzierte Farbgebung in Blau- und Grautönen harmoniert mit dem cremefarbenen Karton und entspricht dem zeittypischen Stil hochwertiger Gebrauchsgrafik der 1920er Jahre.
Die Typografie des Umschlags ist ebenfalls charakteristisch für diese Epoche. Der Titel „Wie werde ich Faltbootfahrer?“ erscheint in einer markanten dekorativen Serifenschrift mit ausgeprägten geometrischen Elementen, die dem Einfluss des Jugendstils und der frühen Moderne verpflichtet ist. Die Kombination aus sachlicher Reihentypografie im oberen Bereich und der ornamental gestalteten Hauptüberschrift erzeugt ein ausgewogenes grafisches Gesamtbild, das sowohl funktional als auch ästhetisch überzeugt.
Materialtechnisch handelt es sich um eine industriell gefertigte Broschüre mit kartoniertem Umschlag und fadengehefteter oder geklammerter Bindung, wie sie für preiswerte Bildungs- und Ratgeberliteratur der Zeit typisch war. Gedruckt wurde das Werk vermutlich im klassischen Buchdruckverfahren (Hochdruck), das in den österreichischen Druckereien der Zwischenkriegszeit den Standard darstellte. Das handliche Format und die leichte Ausführung waren auf eine praktische Verwendung unterwegs ausgelegt und entsprachen dem Charakter eines mobilen Begleitbuches für Ausflüge und Wanderfahrten.
Der Erhaltungszustand ist unter sammlerischen Gesichtspunkten als gut zu bewerten. Der Umschlag weist altersübliche Gebrauchs- und Lagerspuren auf, insbesondere leichte Rand- und Eckbestoßungen sowie eine dezente, gleichmäßige Patinierung des Kartons. Kleinere Knickspuren und minimale Verfärbungen sind als normale Alterserscheinungen zu interpretieren und beeinträchtigen den historischen Gesamteindruck nicht. Die originale Titelgestaltung ist klar erhalten und die Druckfarben wirken trotz des Alters noch kontrastreich. Insgesamt präsentiert sich das Exemplar in einem authentischen, unverbastelten Sammlerzustand.
Aus bibliophiler Sicht zählt das Heft zur Gruppe der sogenannten Ephemera – also jener ursprünglich für den alltäglichen Gebrauch bestimmten Druckwerke, die aufgrund ihrer vergleichsweise geringen Überlieferungsrate heute eine gesteigerte Sammelrelevanz besitzen. Besonders Ratgeber zu Freizeit-, Reise- und Sportthemen der Zwischenkriegszeit erfreuen sich seit einigen Jahren zunehmender Beliebtheit, da sie ein anschauliches Bild des bürgerlichen Lebensgefühls und der technischen Moderne vermitteln. Das Thema Faltbootfahren nimmt innerhalb dieses Sammelgebietes eine Sonderstellung ein, da es eng mit der Wasserwanderbewegung, dem Naturtourismus und den frühen Outdoor-Aktivitäten Europas verbunden ist.
Die Provenienz des vorliegenden Exemplars lässt auf ein privat genutztes und über Jahrzehnte sorgfältig aufbewahrtes Heft schließen. Auffällige Bibliotheksstempel, moderne Archivmarkierungen oder starke Gebrauchsspuren sind auf Grundlage des vorliegenden Fotos nicht erkennbar. Dadurch besitzt das Objekt eine besonders authentische Ausstrahlung und eignet sich gleichermaßen für Sammler historischer Sportliteratur, österreichischer Druckwerke sowie kulturgeschichtlich orientierter Bibliotheken.
Marktwert-Analyse und Sammlereinschätzung (Stand 2026)
Historische Sport- und Freizeitbroschüren dieser Art bewegen sich in einem vergleichsweise kleinen, aber spezialisierten Sammlermarkt. Preisbestimmend sind vor allem die Seltenheit des konkreten Titels, die Erhaltung des Umschlags sowie die Attraktivität der grafischen Gestaltung. Besonders dekorative Titelblätter mit origineller Illustration, wie sie das vorliegende Exemplar besitzt, werden von Sammlern österreichischer Ephemera und Wassersportliteratur bevorzugt gesucht.
Kulturhistorische Bedeutung
Dokument der Wasserwanderbewegung
Hoch
Grafische Gestaltung
Dekorativer Originalumschlag
Hoch
Seltenheit
Vergleichsweise selten im Handel
Positiv
Erhaltungszustand
Gut mit altersüblichen Gebrauchsspuren
Positiv
Markttrend 2026
Steigendes Interesse an Ephemera und Sportgeschichte
Positiv
Zusammenfassung für das Archiv
Dieses Objekt ist weit mehr als ein einfacher Sport-Ratgeber. Es dokumentiert die aufkommende Freizeit- und Wanderkultur der Zwischenkriegszeit und verbindet funktionale Gebrauchsliteratur mit anspruchsvoller Buch- und Gebrauchsgrafik. Die charakteristische Umschlagillustration sowie die Einbindung in die traditionsreiche Reihe „Tagblatt-Bibliothek“ machen das Heft zu einem reizvollen Sammelobjekt für Bibliophile, Österreich-Sammler und Liebhaber historischer Wassersportliteratur.
Titel
„Wie werde ich Faltbootfahrer?“ von Leopold Rybar – Historische österreichische Ratgeberbroschüre zum Wasserwandern und Faltbootsport, Tagblatt-Bibliothek Nr. 512/514, Verlag Steyrermühl, Wien.
Objekt
Historische Broschüre mit kartoniertem Originalumschlag. Reihe „Tagblatt-Bibliothek“, Dreifache Nummer 512/514. Verlag Steyrermühl, Wien. Gedrucktes Heft im handlichen Bibliotheksformat.
Darstellung
Das Titelblatt zeigt einen Faltbootfahrer in stilisierter Landschaftsdarstellung. Unterhalb des Bootes befindet sich eine dekorative Unterwasserszene mit einem fischschwanzartigen Fabelwesen und mehreren Fischen. Die grafische Komposition verbindet sachliche Sportdarstellung mit symbolistischer Illustrationskunst und verleiht dem Umschlag einen hohen dekorativen Wiedererkennungswert.
Technik und Ausführung
Industriell gefertigte Broschüre mit bedrucktem Kartonumschlag. Vermutlich klassisches Buchdruckverfahren (Hochdruck) mit zweifarbiger Umschlagillustration. Typische Verlagserzeugung der österreichischen Zwischenkriegszeit.
Datierung und Kontext
Das Werk lässt sich anhand der Gestaltung, der Verlagsangaben und der Einordnung innerhalb der Reihe „Tagblatt-Bibliothek“ mit hoher Wahrscheinlichkeit in die Zwischenkriegszeit einordnen. Es entstand in einer Epoche, in der das Faltbootfahren als moderne Form naturnaher Freizeitgestaltung große Popularität erlangte und zahlreiche einschlägige Ratgeber publiziert wurden.
Stilistische Einordnung
Die Gestaltung verbindet Elemente des späten Jugendstils mit der klaren Formensprache der 1920er Jahre. Die dekorative Titeltypografie und die reduzierte Farbpalette verleihen dem Umschlag einen unverwechselbaren Charakter und machen das Objekt auch aus grafikhistorischer Sicht interessant.
Erhaltungszustand
Guter altersgemäßer Zustand mit üblichen Lager- und Gebrauchsspuren. Leichte Rand- und Eckbestoßungen sowie dezente Patina des Kartons. Insgesamt gepflegter Gesamteindruck mit gut erhaltener Originalillustration.
Kulturhistorische Bedeutung und Interpretation
Die Broschüre dokumentiert eindrucksvoll die Popularisierung des Wasserwanderns und des Faltbootsports im deutschsprachigen Raum. Als zeitgenössischer Leitfaden für eine damals moderne Freizeitaktivität vermittelt sie ein authentisches Bild der Alltags-, Reise- und Sportkultur der Zwischenkriegszeit und besitzt daher über ihren eigentlichen Gebrauchswert hinaus einen erheblichen dokumentarischen Charakter.
Fazit
Ein seltenes und dekoratives Exemplar österreichischer Sport- und Freizeitliteratur aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die charakteristische Umschlaggestaltung, der Bezug zur frühen Wasserwanderbewegung und die Zugehörigkeit zur traditionsreichen Reihe „Tagblatt-Bibliothek“ machen dieses Heft zu einem attraktiven Sammelobjekt für Bibliophile, Ephemera-Sammler und Liebhaber historischer Wassersportgeschichte.
Beachten Sie betreffend der Beurteilung der Maße vor allem die Fotos (habe die Maße oftmals mit Maßband fotografiert). Die Maße sind durch die elektronische Verarbeitung oftmals ungenau und manchmal falsch in der Beschreibung extrahiert - bitte erkundigen Sie sich vor dem Kauf nochmal, wenn Ihnen exakte Maße auf den Milimeter oder Zentimeter genau, sehr wichtig sind.
W05/2026
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