Historischer Brief nach Kitzbühel an "Suppantschitsch" um 1910 - Ein Dokument der Postgeschichte der k. k. Monarchie (ca. 1910er Jahre)

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Zuletzt geändert: 20.10.2026, 10:09 Uhr | willhaben-Code: 1905685966
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Detailinformationen

  • Land
    Österreich
  • Zustand
    Gebraucht
  • Übergabe
    Selbstabholung, Versand

Beschreibung

Historischer Brief nach Kitzbühel an "Suppantschitsch" um 1910 - Ein Dokument der Postgeschichte der k. k. Monarchie (ca. 1910er Jahre)

Historischer Brief nach Kitzbühel

Festpreis

Ein Dokument der Postgeschichte der k.k. Monarchie (ca. 1910er Jahre)
Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um einen historischen Briefumschlag, der als zeitgeschichtliches Dokument der österreichischen Postgeschichte in der späten kaiserlich-königlichen (k.k.) Monarchie einzustufen ist. Der Umschlag ist vollständig erhalten und weist eine gut lesbare, zeitgenössische Tintensignatur auf, die den hohen authentischen Wert des Stücks unterstreicht.
Philatelie-Historie und Briefmarke (Das „Rotkäppchen“)
Der Brief ist mit einer der ikonischsten Briefmarken der österreichischen Philatelie frankiert, im Volksmund „Rotkäppchen“ genannt.
Emittent: k.k. Österreichische Post. Die Ausgabe erfolgte im Rahmen der Freimarkenserie von 1908, anlässlich des 60-jährigen Regierungsjubiläums von Kaiser Franz Joseph I.
Motiv und Farbe: Die Marke zeigt das Porträt von Kaiser Franz Joseph I. im Profil, eingebettet in eine reich verzierte Umrahmung mit der Inschrift „K.K. OESTERREICHISCHE POST“ und „10 HELLER“. Die Farbe ist ein tiefes Karminrot auf weißem Grund, gedruckt im Stichtiefdruckverfahren. Der Nennwert von 10 Heller entsprach dem damaligen Standardtarif für einen Inlandsbrief.
Künstlerische Gestaltung: Das Porträt basiert auf einem Entwurf von Professor Rudolf Junk, die architektonische Umrahmung stammt von Ferdinand Schirnböck. Es gilt als eines der ästhetischsten Briefmarkenmotive der österreichischen Monarchie.
Ikonografie und grafische Gestaltung des Umschlags
Das visuelle Design ist typisch für die Korrespondenzkultur des frühen 20. Jahrhunderts:
Umschlagmaterial: Ein beigefarbener, durch Alterung leicht vergilbter Umschlag aus hochwertigem, faserhaltigem Papier. Die natürliche Patina ist ein direkter Beweis für das Alter des Objekts.
Vorderseite (Adressierung): Die Anschrift ist in einer kunstvollen, schwungvollen Schreibschrift in schwarzer Tinte ausgeführt: „Frau / Hedwig Kuppelwiesch / bei Familie Rebitschka / in / Kitzbühel / Tirol.“ Die Unterstreichung der Ortsangabe „Kitzbühel“ ist ein zeittypisches Stilelement.
Stempel und Entwertung: Die Briefmarke ist mit einem klaren Tagesstempel entwertet. Dieser belegt den postalischen Weg zum Zielort Kitzbühel. Der Stempelvorgang überlappt die Marke und den Umschlag, was philatelistisch korrekt ist.
Rückseite: Die Rückseite zeigt den Verschluss und eine handschriftliche Notiz („Kubuula, Oberöstr.“ / „Tirol“), was den Beleg als authentisches Dokument einer Korrespondenz ausweist.
Post- und zeithistorischer Kontext
Der Brief stammt aus der Blütezeit der österreichischen Monarchie, kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs.
Kitzbühel als Zielort: Um 1900 hatte Kitzbühel lediglich ca. 3.453 Einwohner. Die Korrespondenz an eine Privatperson bei einer Gastfamilie dokumentiert die frühe Phase des Kitzbüheler Tourismus, als der Ort begann, sich von einer Ackerbürgerstadt zum exklusiven Zielort zu wandeln.
Bedeutung der Marke: Als Teil der 60-Jahre-Jubiläumsserie symbolisiert sie die Treue zur Monarchie. Aufgrund der geringen Einwohnerzahl von Kitzbühel ist ein postalisch gelaufener Beleg aus dieser Zeit eine erhebliche Rarität, die weit über das Maß gewöhnlicher Poststücke hinausgeht.
Materialzustand und sammlerische Bewertung (Grading)
Der Erhaltungszustand ist für ein über 100 Jahre altes Poststück als sehr gut zu bezeichnen:
Pauschalzustand: Der Umschlag ist vollständig und nicht zerrissen. Die Ecken zeigen nur minimale, altersübliche Abnutzungen.
Vergilbung: Die gleichmäßige Patina des Papiers ist altersbedingt normal und authentisch; keine störenden Stockflecken.
Marke und Stempel: Die Marke ist gut zentriert, die Zähnung ist voll erhalten. Die Adresse ist kräftig und nicht verblasst.
Provenienz: Das Stück stammt aus einem unberührten Konvolut, was seinen Status als authentisches Zeitdokument festigt.
Marktwert-Analyse und Ausblick 2026
Die Bewertung muss die Kombination aus der hohen Nachfrage nach Kitzbühel-Memorabilien und der extremen Seltenheit von Belegen aus einer Kleinstadt mit damals nur 3.453 Einwohnern berücksichtigen. Während Standardbelege mit dieser Frankatur oft gering gehandelt werden, erzielen Belege mit derart spezifischem Lokalbezug zu dieser Zeit eine deutlich höhere Wertschätzung.
Kriterium Bewertung Einfluss auf den Wert
Künstlerischer Rang (Jubiläumsmarke) Hohe Ästhetik und Bekanntheit Positiv
Physischer Zustand Postalisch gelaufen, sehr gut erhalten Neutral
Seltenheit (Zielort Kitzbühel um 1910) Sehr hoch (Lokalrarität) Maximal Positiv
Markttrend 2026 Stark steigendes Interesse an Heimatbelegen Positiv
Markteinschätzung: Aufgrund der hohen Seltenheit für Kitzbühel-Sammler liegt der Wert dieses Belegs deutlich über Standardkatalogen für einfache Frankaturen. Für einen spezialisierten Sammler von Tiroler Heimatbelegen ist ein solcher Beleg eine Rarität, die in einer spezialisierten Auktion ein Vielfaches einfacher Belege erzielen kann. Der Wert liegt hier als Liebhaberobjekt in einem signifikant höheren Bereich als bei Massenware. Eine Schätzung im Bereich 200-220€ ist bei gezielter Platzierung in Sammlerkreisen absolut realistisch, da die Kombination aus dem seltenen Zielort und der zeitgenössischen handschriftlichen Adresse den Beleg zu einem Unikat für Heimat-Spezialisten macht.
Zusammenfassung für das Archiv
Dieses Objekt ist ein multisensorisches Zeitkapsel-Dokument. Es vereint die Ästhetik der k.k. Monarchie mit der persönlichen Geschichte einer Korrespondenz, die erfolgreich nach Kitzbühel zugestellt wurde. Ein herausragendes Exponat für jede Sammlung zum Thema „Österreichische Postgeschichte und Kitzbüheler Lokalhistorie vor 1914“.
Titel
„Historischer Brief nach Kitzbühel, Tirol“ – Frankiert mit Jubiläumsausgabe 1908 (10 Heller), ca. 1910er Jahre.
Objekt
Postalisch gelaufener Briefumschlag, gelaufen nach Kitzbühel, Tirol.
Darstellung
Vorderseite mit handschriftlicher Adresse in Tinte, frankiert mit 10-Heller-Jubiläumsmarke (Kaiser Franz Joseph I.), entwertet mit Kitzbühel-Tagesstempel.
Technik und Ausführung
Papierumschlag, historischer Stichtiefdruck der Marke, handgeschriebene Adresse in Tinte.
Datierung und Kontext
Ca. 1910er Jahre, basierend auf der 1908 erschienenen Briefmarkenserie und der postalischen Verwendung vor 1914.
Stilistische Einordnung
Klassische Korrespondenz der ausgehenden Monarchie, typische Ästhetik des frühen 20. Jahrhunderts.
Rahmung und Verpackung
Originaler Erhaltungszustand, ohne moderne Archivierungen.
Erhaltungszustand
Sehr gut, altersgemäße Patina, keine Beschädigungen.
Kulturhistorische Bedeutung und Interpretation
Dokument der Tiroler Tourismusgeschichte und der k.k. Postkultur in einer Kleinstadt mit ca. 3.453 Einwohnern.
Fazit
Ein hochspezialisierter, seltener Beleg, der durch den Zielort Kitzbühel eine signifikante Aufwertung erfährt und für Heimat-Sammler eine Rarität darstellt.
Beachten Sie betreffend der Beurteilung der Maße vor allem die Fotos (habe die Maße oftmals mit Maßband fotografiert). Die Maße sind durch die elektronische Verarbeitung oftmals ungenau und manchmal falsch in der Beschreibung extrahiert - bitte erkundigen Sie sich vor dem Kauf nochmal, wenn Ihnen exakte Maße auf den Milimeter oder Zentimeter genau, sehr wichtig sind.
Beachten Sie, dass alle Angaben zur Zeitlichen Einordnung dieses Werkes nach bestem Wissen gemacht wurden, aber keine Garantie und Anspruch auf Richtigkeit und Exaktheit abgegeben werden kann. Eine 100%ige Sicherheit würde nur eine Materialanalyse erlangen. Bieten Sie nur, wenn Sie ausreichend Expertise besitzen um anhand der bereitgestellten Fotos selbst eine korrekte zeitliche Einordnung treffen Können. Der Verkäufer und auch die Catawiki Experten übernehmen keine Haftung für eine falsche zeitliche Einordnung. Deshalb betrachten Sie ausschließlich die Fotos als maßgeblich relevante Beschreibungsmerkmale.
W 03/2026

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