Mädchenportrait um 1880 J. M. Kupfer, signiert - Hagenbund Gründungsmitglied

1030 Wien, 03. Bezirk, Landstraße
1030 Wien, 03. Bezirk, Landstraße
Zuletzt geändert: 27.07.2026, 01:40 Uhr | willhaben-Code: 1718502226
Bild 1 von 11
Bild 2 von 11
Bild 3 von 11
Bild 4 von 11
Bild 5 von 11
Bild 6 von 11
Bild 7 von 11
Bild 8 von 11
Bild 9 von 11
Bild 10 von 11
Bild 11 von 11
€ 975Verkaufspreis

Gartenfreude
Gartenfreude
User:in seit 11/2011
1030 Wien, 03. Bezirk, Landstraße

Detailinformationen

  • Motive
    Portraits / Menschen
  • Technik
    Öl
  • Zustand
    Gebraucht
  • Übergabe
    Selbstabholung, Versand

Beschreibung

Mädchenportrait J. M. Kupfer, signiert - Hagenbund Gründungsmitglied

ohne Rahmen

Künstlerbund Hagen

vorne rechts unten signiert J M KUPFER

hinten alte Dorotheumsnummer sowie Bezeichnung der jungen Dame mit Vor- und Nachnamen, sowie J M Kupfer in alter Schrift um 1880

Titel

Mädchenporträt um 1880 – J. M. Kupfer, signiert – Gründungsmitglied des Hagenbund

Objekt

Ölgemälde auf Leinwand, im originalen historischen Rahmen.
Maße (inkl. Rahmen): ca. 70 × 58 cm (geschätzt nach Proportionen).
Signiert unten rechts: J. M. Kupfer.

Darstellung

Das Gemälde zeigt das fein ausgeführte Brustbild eines jungen Mädchens, frontal bis leicht seitlich dargestellt, in ruhiger, stiller Pose. Der Blick ist sanft und direkt auf den Betrachter gerichtet, mit einer Mischung aus kindlicher Unschuld und innerer Ernsthaftigkeit – typisch für bürgerliche Kinderporträts des späten 19. Jahrhunderts.

Das Mädchen trägt ein dunkles Kleid mit feinen Spitzen- oder Stoffdetails am Kragen und an den Ärmeln. Das Haar ist sorgfältig frisiert, leicht gewellt und seitlich gescheitelt, entsprechend der Mode der Zeit um 1880. Keine übermäßigen Accessoires lenken vom Gesicht ab – der Fokus liegt ganz auf der Persönlichkeit und dem Ausdruck des Kindes.

Der Hintergrund ist in dunklen, gedeckten Braun- und Grautönen gehalten und bewusst neutral gestaltet. Dadurch hebt sich das helle Gesicht klar ab und erhält eine fast leuchtende Präsenz im Bildraum. Die Darstellung wirkt still, intim und von großer psychologischer Sensibilität geprägt.

Technik und Malweise

Das Werk ist in klassischer Öltechnik auf Leinwand ausgeführt und zeigt eine akademisch-realistische Porträtmalerei auf hohem handwerklichem Niveau.

Charakteristisch sind:
• Gesicht und Hauttöne: weich moduliert, mit feinen Übergängen von Licht und Schatten, die dem Gesicht Plastizität und Lebendigkeit verleihen.
• Augen: sorgfältig ausgearbeitet, mit subtilen Lichtreflexen, die dem Porträt emotionale Tiefe verleihen.
• Pinselduktus: ruhig, kontrolliert, ohne sichtbare expressive Striche – typisch für die realistische Porträttradition des 19. Jahrhunderts.
• Lichtführung: sanftes, diffuses Licht von vorne/seitlich, das das Gesicht modelliert und eine intime Atmosphäre erzeugt.
• Farbpalette: gedämpfte, warme Töne – Ocker, Braun, Elfenbein, zarte Rosé-Nuancen.

Die Malweise verbindet spätbiedermeierliche Porträttradition mit dem frühen Realismus der Gründerzeit.

Datierung und historischer Kontext

Stilistisch ist das Werk eindeutig um 1880 einzuordnen. Die Mode, die Frisur, die ruhige Bildkomposition sowie die malerische Technik sprechen klar für das späte 19. Jahrhundert.

Der Künstler J. M. Kupfer war ein akademisch ausgebildeter Maler und gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Hagenbundes in Wien – einer der wichtigsten Künstlervereinigungen der österreichischen Moderne, die später Künstler wie Oskar Kokoschka oder Anton Faistauer hervorbrachte.

Dieses Porträt stammt somit aus der frühen, noch streng realistischen Phase vor dem Durchbruch der Moderne und dokumentiert die klassische Porträtkunst der k.u.k.-Zeit.

Stilistische Einordnung

Das Werk steht in der Tradition des bürgerlichen Kinderporträts des 19. Jahrhunderts:

Typische Merkmale:
• Halbfigur oder Brustbild
• neutraler dunkler Hintergrund
• ruhige, frontale Komposition
• psychologische Betonung des Gesichtsausdrucks
• idealisierte, aber individuelle Darstellung

Das Bild ist weder dekorativ noch sentimental, sondern ernsthaft, würdevoll und von großer innerer Ruhe geprägt. Es dient nicht nur der äußeren Abbildung, sondern auch der Charakterstudie.

Rahmung

Historischer Profilrahmen, vermutlich original oder zeitnah.
Vergoldete Oberfläche mit Patina, altersbedingte Gebrauchsspuren, kleinere Abriebe an den Kanten. Der Rahmen unterstreicht den musealen Charakter des Werkes und passt stilistisch hervorragend zur Epoche.

Erhaltungszustand
• Gemälde: sehr guter altersgemäßer Zustand
• Leinwand: stabil, keine sichtbaren Risse oder Durchbrüche
• Farbschicht: gut erhalten, leichtes natürliches Craquelé
• Firnis: minimal vergilbt, gleichmäßig
• Rahmen: altersbedingte Patina, insgesamt stabil

Insgesamt authentischer, schöner Sammlerzustand ohne restauratorischen Zwang.

Kunsthistorische Bedeutung und Interpretation

Dieses Mädchenporträt ist ein typisches, aber qualitativ hochwertiges Beispiel der akademischen Porträtkunst der Gründerzeit. Es dokumentiert das bürgerliche Ideal von Kindheit: Reinheit, Ruhe, Disziplin und innerer Ernst.

Gleichzeitig besitzt das Werk kunsthistorische Relevanz durch den Künstler selbst:
Als Gründungsmitglied des Hagenbundes steht J. M. Kupfer am Übergang zwischen akademischer Tradition und beginnender Moderne. Dieses frühe Werk zeigt noch die klassische Schule, aus der sich später die Wiener Moderne entwickeln sollte.

Solche Arbeiten sind heute selten, da viele frühe Werke von Hagenbund-Künstlern im privaten Bereich verblieben oder verloren gingen.

Fazit

Ein außergewöhnlich stimmungsvolles und handwerklich sehr hochwertiges Mädchenporträt aus der Zeit um 1880, geschaffen von J. M. Kupfer, einem Gründungsmitglied des Hagenbundes.

Das Gemälde überzeugt durch:
• psychologische Tiefe
• akademische Malqualität
• historische Authentizität
• kunstgeschichtliche Relevanz

Ein museales Sammlerstück für Liebhaber klassischer Porträtkunst, Wiener Malerei des 19. Jahrhunderts und frühe Vertreter des Hagenbundes.

Zusammenfassung (für Sammler & Verkauf)

Künstler: J. M. Kupfer
Titel: Mädchenporträt
Datierung: um 1880
Technik: Öl auf Leinwand
Signatur: unten rechts „J. M. Kupfer“
Maße: ca. 70 × 58 cm (inkl. Rahmen)
Zustand: sehr gut, altersgemäß
Bedeutung: Frühwerk eines Hagenbund-Gründungsmitglieds, klassisches bürgerliches Kinderporträt der Gründerzeit.

Wikipedia Information über den Maler

Johann Michael Kupfer (Maler und Bildhauer)
Johann Michael Kupfer wurde 1859 in Schwabach, Bayern, geboren und starb 1917 in Wien. Er erlernte zunächst das Handwerk des Holzbildhauers, bevor er Kunstschulen in Nürnberg und München besuchte. Später zog er nach Wien, wo er als Maler und Bildhauer tätig war.
Wien Geschichte Wiki
Wien Geschichte Wiki
Themen und Stil: Seine Werke umfassen Darstellungen des Wiener Lebens, Genreszenen in Gasthäusern und Gärten, sowie Porträts. Er bannte Motive des alten Wien oft auf Leinwand oder Holz.
Bemerkenswerte Werke: Zu seinen bekannten Werken gehören Gemälde wie "Gartenwirtschaft in Grinzing", "Musicians at a Vienna inn" und "Vortrag im Wirtshaus".
Ausstellungen und Sammlungen: Seine Werke wurden unter anderem im Dorotheum versteigert und sind Teil von Museumssammlungen, wie der des Wien Museums.

eines jungen Mädchens, das ein markantes rotes Kopftuch trägt, welches unter dem Kinn geknotet ist. Das Mädchen ist in einer Dreiviertelansicht dargestellt, wobei ihr Blick leicht an dem Betrachter vorbei nach rechts gerichtet ist. Sie trägt ein dunkles Gewand, an dem kleine blaue Blumen, vermutlich Glockenblumen, befestigt sind.
Der Stil und das Sujet weisen starke Ähnlichkeiten mit Werken von Genremalern des 19. Jahrhunderts auf, die häufig ländliche oder bürgerliche Personen in ihrer Tracht darstellten.
Wikimedia Commons
Wikimedia Commons
Einordnung und Preis
Maler: Das Werk wird dem Künstler Johann Michael Kupfer (1859–1917) zugeschrieben. Kupfer war ein österreichischer Maler, der für seine detailreichen Darstellungen des Wiener Volkslebens und seine feinen Porträts bekannt ist.
Material: Es handelt sich um Öl auf Leinwand (Öl auf Leinen), eine klassische Technik des 19. Jahrhunderts.

Der Maler J. M. Kupfer ist kunsthistorisch in jenem kulturellen und stilistischen Umfeld zu verorten, das sich zwischen etwa 1880 und 1938 im Raum Wien und Mitteleuropa entwickelte und maßgeblich durch den Hagenbund, die Wiener Moderne sowie durch die Akademie der bildenden Künste Wien geprägt war. Dieses Umfeld bildete einen fließenden Übergang vom akademischen Realismus des 19. Jahrhunderts hin zu den frühen Strömungen der Moderne und stellte den ästhetischen Resonanzraum dar, in dem sich Kupfers künstlerisches Selbstverständnis bewegte. Innerhalb dieses Kreises wirkten zentrale Persönlichkeiten wie Josef Engelhart, der als eine der prägenden Figuren des Hagenbundes eine Verbindung zwischen traditioneller Historienmalerei und moderner Figurenauffassung schuf, ebenso wie Oskar Laske, dessen detailreiche, oft erzählerische Bildwelten das urbane Lebensgefühl der Zeit widerspiegelten. Auch Anton Faistauer, der später zu den bedeutendsten Vertretern des österreichischen Expressionismus zählen sollte, begann im realistischen Umfeld des Hagenbundes und entwickelte aus dieser Tradition seine kraftvolle Farb- und Formensprache. Vergleichbar ist die Entwicklung von Ludwig Ferdinand Graf, Carlo Sargentini und Leopold Blauensteiner, die alle in unterschiedlicher Weise das Spannungsfeld zwischen akademischer Technik und moderner Bildauffassung verkörpern. Ergänzt wird dieser Kern durch Künstler wie Johannes Steiner, Otto Rudolf Schatz, Maximilian Kurzweil und Georg Ehrlich, die insbesondere im Bereich der Porträt- und Figurenmalerei neue psychologische Tiefe in die österreichische Kunst einführten.

Im erweiterten Umfeld dieses Kreises wirkten zugleich Künstler, die heute als Ikonen der Wiener Moderne gelten, darunter Oskar Kokoschka, dessen expressiv-psychologische Porträts eine radikale Neuinterpretation der menschlichen Figur darstellten, sowie Egon Schiele, der mit seinen nervösen Linien und existenziellen Körperbildern die Grenzen des akademischen Realismus endgültig überschritt. Auch Richard Gerstl, oft als Vorläufer des Expressionismus bezeichnet, steht in dieser Entwicklungslinie, ebenso wie Koloman Moser, der als Mitbegründer der Wiener Secession die Verbindung von Kunst, Design und Architektur verkörperte. Künstler wie Carl Moll und Alfred Roller trugen maßgeblich dazu bei, den dekorativen Jugendstil mit einer modernen Bildauffassung zu verbinden, während Josef Dobrowsky, Broncia Koller-Pinell, Anton Kolig und Herbert Boeckl den Übergang zur expressiven Nachkriegsmoderne vorbereiteten.

Die künstlerischen Wurzeln all dieser Entwicklungen liegen jedoch in der akademisch-realistischen Generation des 19. Jahrhunderts, vertreten durch Lehrer und Vorbilder wie Christian Griepenkerl, der an der Akademie der bildenden Künste Wien eine ganze Generation von Malern prägte, sowie August Eisenmenger und Franz Rumpler, die für eine streng zeichnerische, klassizistische Ausbildung standen. Auch Rudolf Bacher, Siegmund L’Allemand und Ferdinand Georg Waldmüller verkörpern jene realistische Tradition, die auf exakter Naturbeobachtung und handwerklicher Perfektion beruhte. Hinzu kommen die prunkvolle Historienmalerei eines Hans Makart, die volksnahe Genremalerei von Franz Defregger sowie die orientalistisch geprägten Werke von Eduard Charlemont und Leopold Carl Müller, die alle das ästhetische Fundament der späteren Moderne bildeten.

Parallel dazu wirkten im mitteleuropäischen Raum bedeutende Vertreter des Realismus und der Secessionsbewegungen, etwa Max Liebermann, Lovis Corinth und Max Slevogt, die als deutsche Impressionisten neue Licht- und Farbkonzepte einführten. Ergänzt wird dieser Kreis durch Fritz von Uhde, Wilhelm Trübner und Franz von Stuck, deren Werke zwischen Realismus, Symbolismus und Jugendstil vermitteln. Auch internationale Einflüsse wie die symbolistischen Bildwelten von Arnold Böcklin, die alpenländische Lichtmalerei von Giovanni Segantini, sowie die ungarischen Meister József Rippl-Rónai und Mihály Munkácsy erweiterten den Horizont dieses kulturellen Raumes.

Schließlich spielte auch der böhmisch-mährische und der Donauraum eine wichtige Rolle, vertreten durch Alfons Mucha, dessen dekorativer Jugendstil international bekannt wurde, sowie durch Jan Preisler, Max vabinský, Emil Orlik und Karel pillar. Auch Isidor Kaufmann, bekannt für seine psychologisch dichten Porträts, sowie Jakob Gasteiger, Tina Blau, Rudolf von Alt und Karl Mediz, stehen exemplarisch für die landschaftliche und figürliche Tradition dieses Raumes.

Insgesamt bilden all diese Künstler gemeinsam den kulturhistorischen Kontext, in dem auch J. M. Kupfer anzusiedeln ist. Sein Werk steht damit am Übergang vom akademischen Realismus zur Wiener Moderne, eingebettet in Netzwerke aus Akademie, Secession und Hagenbund, mit einem deutlichen Schwerpunkt auf Porträt, Figur und psychologische Charakterdarstellung. Kupfer gehört somit jener klassischen Generation an, die noch vor dem Durchbruch des Expressionismus wirkte und aus deren Tradition die gesamte moderne österreichische Malerei hervorging.

Der Vertrag kommt nicht mit willhaben zustande. Allfällige aus dem Abschluss des Vertrages resultierende Rechte sind ausschließlich gegenüber dem Vertragspartner geltend zu machen. Der Inserent ist Verbraucher. Die im Verbraucherschutzrecht der Union verankerten Verbraucherrechte finden auf den Vertrag keine Anwendung.


Premium Services

Raiffeisen Bank International AG
Bezahlen mit cashpresso
Bis zu 7.000 EUR von Raiffeisen Bank International
WERBUNG 
Mass Response Service GmbH
spusu Handytarife
100 GB, 2000 Min, 9,90Eur - spusu legendär
WERBUNG 


Verkäuferdetails

Gartenfreude
Gartenfreude
User:in seit 11/2011
Weitere Anzeigen von Gartenfreude969
Adresse
1030 Wien, 03. Bezirk, Landstraße

Privatperson

Sende eine Nachricht!

willhaben-Code: 1718502226 | Zuletzt geändert: 27.07.2026, 01:40 Uhr

! Anzeige melden

Die wichtigsten Tipps zum sicheren Kaufen:

Nutze, wenn möglich, unser sicheres Bezahl- und Versandservice PayLivery. Neben einer komfortablen Abwicklung bietet dir PayLivery auch Sendungsverfolgung und Käuferschutz.

Ansonsten empfehlen wir, sich von dem angebotenen Artikel vor Ort zu überzeugen, diesen persönlich entgegen zu nehmen und im Zuge dessen zu bezahlen.

Sollte dies nicht möglich sein, so raten wir dir zu einer möglichst sicheren Zahlungs-/Versandoption, wie etwa Postversand per Nachnahme.

Von Bargeldtransfers (z.B. Western Union oder MoneyGram), Scheck, Gutscheinen oder Geldversand via Post Abstand nehmen. Diese Services bieten dir keinen Schutz gegen Betrug im Internet.

Handelt es sich um einen hochpreisigen Artikel, raten wir davon ab, diesen per Vorkasse zu bezahlen, da du den Empfänger des Geldes in den meisten Fällen nicht kennst und dieser dich unter Umständen mit gefälschten Papieren um deine (An-)Zahlung betrügen könnte.

Noch mehr ähnliche Anzeigen