Österreich Stempelmarken 1910 (1 Krone + 10 Heller), Stempel und Wachssiegel auf Originaldokument 1915
Privatperson
Detailinformationen
- LandÖsterreich
- ZustandGebraucht
- ÜbergabeSelbstabholung, Versand
Beschreibung
Das K u K - Amtsdokument aus der Habsburger Monarchie - mit gebrochenem AMTS-Siegel und einem ausnehmend schönen Amts Stempel auf zwei Stempelmarken von 1910 veräußere ich zum Preis von € 15,-.
Die eine Stempelmarke hat den Wert 1 Krone, die zweite Stempelmarke hat den Wert 10 Heller.
Ausgestellt wurde das Amtsdokument am 13. Jänner 1915 - für die Ausgabe eines 52 Blätter starken Hilfsbuches. Es waren für jeden der 11 Bogen 10 Heller zu entrichten - also gesamt 1 Krone und 10 Heller für die 11 Bogen.
Dieses amtliche Dokument weist aus historischer und bürokratischer Sicht einige faszinierende Besonderheiten auf, die es zu einem typischen, aber dennoch spannenden Zeugnis der späten Habsburgermonarchie machen: Ein Dokument im Schatten des Ersten Weltkriegs Das Ausstellungsdatum – 13. Jänner 1915 – liegt mitten im ersten Winter des Ersten Weltkriegs. Während an den Fronten bereits erbittert gekämpft wurde, lief die Bürokratie im Hinterland (in Wien) scheinbar ungerührt und mit gewohnter kaiserlicher Präzision weiter. Das Zusammenspiel zweier Zeitepochen (1910 vs. 1915) Die aufgeklebten Stempelmarken stammen aus der Ausgabe von 1910 (erkenntlich an der eingedruckten Jahreszahl unter dem Kaiserporträt). Dass sie erst 1915 verwendet und entwertet wurden, zeigt, dass die k.k. Post- und Finanzverwaltung über Jahre hinweg dieselben Steuermarken-Serien nutzte und diese auch während der Kriegsjahre im Umlauf blieben.
Bürokratischer „Gläserner Bürger“ durch exakte Vermessung Eine absolute Besonderheit der damaligen k.u.k. Bürokratie war die zentimetergenaue Erfassung von Dokumenten im sogenannten „Hilfsbuch“-Raster. Der Beamte hat nicht einfach nur Seiten gezählt, sondern die exakte Fläche des Papiers berechnet: 26.656 cm² (verteilt auf 52 Blätter und 11 Bogen). Die staatliche Stempelsteuer wurde damals buchstäblich nach der verbrauchten Papierfläche bemessen. Einzigartige Kombination von drei kaiserlichen Hoheitszeichen Auf kleinstem Raum vereint dieses Dokument gleich drei unterschiedliche Kontroll- und Beglaubigungsschritte der Kaiserzeit, was es optisch sehr attraktiv macht: Das Porträt: Das gedruckte Profil von Kaiser Franz Joseph I. auf den Steuermarken. Der Abschlag: Der kaiserliche Doppeladler im wappenförmigen Tintenstempel des Stempelamtes. Das Relief: Das dreidimensionale, hoheitliche Kanzlei-Lacksiegel (Wachssiegel) zur finalen Beglaubigung. Lokaler Bezug zu einer Wiener Bildungsinstitution Die handschriftliche Notiz „XVIII. Gymnasiumstraße“ verortet das Dokument direkt in Wien-Währing. Dort befindet sich das geschichtsträchtige Gymnasium Döbling (bzw. das dazugehörige Mädchenrealgymnasium). Für Regionalhistoriker, die gezielt nach Wiener Schulgeschichte oder Dokumenten aus dem 18. Bezirk suchen, ist dies das entscheidende Detail.
Das Dokument und die darauf befindlichen Hoheitszeichen befinden sich in einem guten, historisch authentischen Alterszustand (Sammelstufe II bis III). Für ein über 110 Jahre altes Schriftstück aus der Kriegszeit ist die Erhaltung absolut vorzeigbar. Das Dokument (Papier & Erhaltung) Zustand: Gut. Details: Das Papier weist eine altersübliche, gleichmäßige Bräunung (Patina) auf. Es gibt keine groben Stockflecken oder Feuchtigkeitsschäden. Der Beleg ist flach und hat keine Eselsohren. Schrift: Sowohl der verblasste Hintergrund-Vordruck („HILFSBUCH“) als auch die handschriftlichen Eintragungen in Tinte sind gestochen scharf, nicht verwischt und perfekt lesbar. Die Stempelmarken (1 Krone & 10 Heller) Zustand: Sehr gut. Details: Die Farben der beiden Marken (rötlich-braun und blau-violett) sind erstaunlich frisch und kaum verblasst. Die typische k.u.k. Linienzähnung an den Rändern ist vollständig intakt. Es gibt keine Risse, Knicke oder fehlenden Ecken an den Marken selbst.
Der Tintenstempel („K. K. STEMPELAMT WIEN“) Zustand: Ausgezeichnet (Prachtabschlag). Details: Der schwarze Stempel ist für Sammler das optische Highlight. Er wurde sehr sauber, gerade und mit gleichmäßigem Druck aufgesetzt. Der kaiserliche Doppeladler und die Schriftzüge sind glasklar zu erkennen. Er verbindet die Marken perfekt mit dem Dokument, was die originale Einheit beweist. Das Wachssiegel (Lacksiegel) Zustand: Beschädigt / Gebrochen (Historisch normal). Details: Das Siegel ist im Laufe der Jahrzehnte erwartungsgemäß gebrochen, wodurch Teile der Siegelmasse fehlen. Dennoch ist das verbliebene rote Siegelwachs fest mit dem Papier verbunden. Die glänzende Struktur des Siegellacks ist erhalten und die Bruchkanten zeigen, dass es sich um ein echtes, zeitgenössisches Verschlusssiegel handelt.
Das historische - aus der Habsburger Monarchie stammende - Amtsdokument aus 1915 kann gerne abgeholt werden. Bei Bedarf organisiere ich gerne auch den Paketdienst-Versand.
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