SEIDENBILD bestickt - in hervorragendem Zustand - gerahmt, hinter Glas - 1920er bis 1940er Jahre
Privatperson
Detailinformationen
- MotiveNatur / Pflanzen
- TechnikAndere Techniken
- ZustandGebraucht
- ÜbergabeSelbstabholung
Beschreibung
Ein chinesisches - gesticktes - Seidenbild aus dem Zeitraum 1920er bis 1940er Jahre, welches gerahmt und hinter Glas ist, wird zum Preis von € 1.100,- verkauft.
Das gerahmte chinesische Seidenbild hat eine Höhe von ca. 220 cm, eine Breite von ca. 56,5 cm, sowie eine Tiefe von ca. 4 cm.
Gerahmt wurde das Bild von der Kunsthandlung Hans Schnürer - Rahmen und Bilder - in 1030 Wien in den 1920er bis 1940er Jahren.
Die Stickerei stammt aus China. Stilistisch, technisch und motivisch (Katze, Hortensien, Felsen) lässt sie sich eindeutig einer der großen traditionellen chinesischen Stickereischulen zuordnen. Am wahrscheinlichsten ist die Xiang-Stickerei (aus der Provinz Hunan) oder die Suzhou-Stickerei (Su Xiu), welche für ihre unübertroffene, fotorealistische Darstellung von Tierfellen und Naturmotiven weltberühmt sind. Das Kunstwerk selbst entstand um 1900 (späte Qing-Dynastie bis frühe Republikzeit). Dies erkennt man an der feinen Qualität der Handarbeit, dem natürlichen Alterungsprozess der Seide sowie der typischen Jacquard-Bordüre am Rand, die für diese Epoche charakteristisch ist. Das Bild wurde als symbolträchtiges Geschenk oder repräsentatives Dekorationsstück angefertigt. In der chinesischen Kultur transportieren Naturmotive fast immer eine "versteckte Botschaft" (Bilderrätsel). Die Kombination aus Katze (Mao), Schmetterling (Tie) und Felsen bildet einen traditionellen Segenswunsch für ein langes, stabiles Leben und gesundes Altern (das Erreichen des 70. und 80. Lebensjahres) in familiärer Harmonie (symbolisiert durch die Hortensien). Trägermaterial (Stickgrund): Ein feiner, lachs- bzw. terrakottaroter Seidensatin (Satin-Gewebe aus reiner Seide). : Hochwertige, extrem dünne Seidenfäden. Für die feinen Strukturen des Katzenfells und der Blütenbälle wurden die Seidenfäden vom Kunsthandwerker oft nochmals in haardünne Einzelfäden gesplittet, um diese fließenden Farbübergänge (Nadelmalerei im Flachstich) zu erzielen. Die Fertigung eines solchen monumentalen Kunstwerks (ca. 220 cm × 56,5 cm) in traditioneller chinesischer Handarbeit erforderte eine unvorstellbare Menge an Geduld und Zeit. Für ein einzelnes Paneel dieser Größe und Detailtiefe lag die reine Arbeitszeit bei mindestens 6 bis 12 Monaten kontinuierlicher Vollzeitbeschäftigung. Die Rahmung wurde von der traditionsreichen Kunsthandlung Hans Schnürer durchgeführt. Das Geschäft befand sich in Wien III (Landstraßer Hauptstraße 31). Anhand des Etiketten-Designs und des verwendeten Rahmenmaterials lässt sich die Rahmung auf den Zeitraum zwischen den 1920er und 1940er Jahren datieren. Das antike Textil wurde damals in Wien auf die Platte gespannt, um es dauerhaft als monumentales Wandbild zu konservieren. Das Besondere ist die Kombination aus imperialer chinesischer Handwerkskunst und europäischer Provenienz. Mit einer Höhe von ca. 220 cm ist es ein textiles Monumentalwerk. Es war ursprünglich mit hoher Wahrscheinlichkeit ein kostbares Paneel eines mehrteiligen Raumteilers (Paravent) der Oberschicht. Die Katze ist so meisterhaft gestickt, dass das Fell im Licht wie echtes Haar schimmert. Solche Arbeiten erforderten monatelange, hochkonzentrierte Handarbeit. : Es dokumentiert die westliche Faszination für asiatische Kunst (Chinoiserie/Asiatika-Importe im 20. Jahrhundert) und seine Verbindung zur Wiener Kunsthandelsgeschichte. Unter Berücksichtigung des Alters von rund 125 Jahren befindet sich das Bild in einem guten, sammelwürdigen Originalzustand, weist jedoch altersbedingte Merkmale auf. Die Seidenfäden der Motive (Blüten, Katze) besitzen noch immer ihren charakteristischen Glanz und sind gut erhalten. Der rote Seidengrund zeigt im Gegenlicht eine charmante, historische Alterspatina. Er ist im oberen Bereich durch jahrzehntelange Lichteinwirkung etwas heller (beige-rosa) als im unteren Bereich. Durch die feuchten und trockenen Zyklen der Jahrzehnte zeigt die Seide leichte, typische Wellen- oder Schattenbildungen auf der Trägerplatte. Das Massivholz besitzt eine graubraune Alterspatina mit leichten, oberflächlichen Bereibungen, ist aber stabil und schließt das Werk weiterhin schützend ein.
Die in der Zeit um 1900 entstandene Seidenstickerei, welche im Zeitraum 1920 bis 1940 in Wien gerahmt wurde, kann gerne vor Ort besichtigt und bei Gefallen erworben und abgeholt werden.
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