Willy Eisenschitz - Alte Weinstöcke
Privatperson
Detailinformationen
- MotiveNatur / Pflanzen
- TechnikAquarell
- ZustandGebraucht
- ÜbergabeSelbstabholung, Versand
Beschreibung
Vergleichbare Werke von Willy Eisenschitz finden Sie bei Kunsthandel Widder
Willy Eisenschitz
( Wien 1889 - 1974 Paris )
Alte Weinstöcke
Aquarell/Papier 38,3 x 52,6 cm
signiert W Eisenschitz
Verkaufspreis: 4500€
inkl. Rechnung und Expertise
Willy Eisenschitz wurde 1889 in Wien als Sohn einer jüdischen Advokatenfamilie geboren. 1911 begann er an der Akademie der Bildenden Künste in Wien zu studieren, wechselte jedoch schon 1912 nach Paris, wo er an der Académie de la Grande Chaumière seine Ausbildung fortsetzte. In diesen Jahren lernte er die Malerin Claire Bertrand kennen, die er kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs heiratete. Der Krieg brachte einen Einschnitt in sein Leben. Eisenschitz versuchte nach Österreich zurückzukehren, wurde jedoch in Frankreich festgenommen und in einem Auffanglager interniert. Nach Kriegsende wurde die Familie entlassen, und wegen seiner Tuberkulose zog sie zunächst nach Luzern, um dort im gesunden Klima Erholung zu finden. 1920 kehrte Eisenschitz schließlich nach Paris zurück. Ein Aufenthalt an der südfranzösischen Küste im Jahr 1921 wurde zum Wendepunkt seines künstlerischen Schaffens. Das besondere Licht und die intensiven Farben des Südens prägten seine Malerei nachhaltig und führten dazu, dass er sich später dauerhaft in Südfrankreich niederließ. Fortan verbrachte er die Frühlings- und Sommermonate in Südfrankreich und ermalte sich die Provence. Die Herbst- und Wintermonate verbrachten das Ehepaar Eisenschitz zumeist in Paris. Dort pflegte er Kontakte und Freundschaften zu anderen Exilösterreichern wie Josef Floch, Viktor Tischler, Georg Merkel und Walter Bondy und steht damit auch in einem Zusammenhang mit dem Hagenbund, dessen Umfeld zudem von Künstlern wie Carry Hauser, Georg Jung, Maximilian Reinitz, Otto Rudolf Schatz, Friedrich Aduatz, Ernst Paar, Lois Pregartbauer und Ferdinand Stransky geprägt wurde. Während des Krieges versteckte er sich in Dieulefit und kam dort mit Künstlern und Intellektuellen wie Pierre Jean Jouve, Pierre Emmanuel, Emmanuel Mounier, Pierre Guastalla, Robert Lapoujade, Étienne Martin und Wols zusammen. Nach dem Krieg nahm er seine Ausstellungstätigkeit wieder auf, und stellte in den in den 1950er und 1960er Jahren in vielen Galerie aus. Willy Eisenschitz starb 1974 in Paris, nachdem er bis ins hohe Alter unermüdlich gemalt hatte. Seit ca. 30 Jahren feiert der Künstler auch dank der Ausstellungen des Kunsthandel Widder und der Auktionstätigkeit von Widder Auktionen in Wien eine Wiederentdeckung in seiner Heimat und ist mittlerweile ein fixer Bestandteil des kunsthistorischen Kanons des 20 Jahrhunderts.
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