Gräfin Mariza - Emmerich Kálmán | Historischer Klavierauszug der Operette (Verlag W. Karczag, 1924) | Seltenes Sammlerstück mit privater Widmung

Privatperson
Detailinformationen
- Geeignet fürTasteninstrumente
- ZustandGebraucht
- ÜbergabeSelbstabholung, Versand
*Berechnung basiert auf hypothetischer Vergleichsrechnung.
Beschreibung
Bei dem vorliegenden Objekt handelt es sich um einen historischen Klavierauszug der Operette „Gräfin Mariza“ von Emmerich Kálmán, der als wertvolles musikalisches Dokument der Wiener Unterhaltungskultur des frühen 20. Jahrhunderts einzustufen ist, wie auf den Fotos IMG_6473.jpg und IMG_6475.jpg zu sehen ist.
Label- und Verlags-Historie: Die Publikation erfolgte durch den renommierten Wiener Musikverlag W. Karczag (Inhaber: Hubert Marischka und W. Karczag), welcher als eines der bedeutendsten Verlagshäuser für das Operetten-Repertoire jener Ära galt. Die vorliegende Ausgabe wurde 1924 urheberrechtlich geschützt, was ihre Entstehung unmittelbar in die Zeit der Uraufführung und den damit verbundenen Welterfolg des Werkes einordnet, was durch die Verlagsangaben auf den Fotos IMG_6477.jpg und IMG_6479.jpg belegt wird.
Physikalische Beschaffenheit: Es handelt sich um ein Notenheft in Buchform, das aufgrund der Papierbeschaffenheit und des Druckbildes dem Standard für hochwertige musikalische Aufführungsliteratur der 1920er Jahre entspricht. Die Bindung und der Umfang lassen auf eine umfassende Partitur-Dokumentation schließen, die sowohl für den privaten Gebrauch als auch für die theatralische Einstudierung konzipiert war, wie die Ansichten der Blattseiten in IMG_6480.jpg und IMG_6481.jpg verdeutlichen.
Analyse der künstlerischen Bedeutung
Diese Ausgabe ist deshalb von kulturhistorischem Wert, weil sie eine der erfolgreichsten Operetten von Emmerich Kálmán in einer zeitgenössischen Druckfassung konserviert:
Emmerich Kálmán: Als einer der Hauptvertreter der „Silbernen Operettenära“ begründete Kálmán mit „Gräfin Mariza“ seinen Weltruhm. Die Musik verbindet virtuosen Wiener Walzer mit ungarischer Folklore (Csárdás), was in den vorliegenden Noten (siehe Foto IMG_6481.jpg) in der anspruchsvollen Klavierfassung deutlich wird.
Julius Brammer und Alfred Grünwald: Die Librettisten des Werkes, deren Namen prominent auf dem Titelblatt (IMG_6475.jpg) verzeichnet sind, schufen mit ihren Texten das typische Genre-Ideal, das die Grundlage für den immensen Erfolg der Operette bildete.
Ikonografie und grafische Gestaltung des Covers
Das visuelle Design entspricht der ästhetischen Sprache der 1920er Jahre:
Zentralmotiv: Das Cover (IMG_6473.jpg) zeigt eine elegante grafische Darstellung einer Dame, die im zeitgenössischen Stil der Epoche illustriert ist. Die künstlerische Handschrift („piliowy“) unterstreicht den hohen Anspruch an die Covergestaltung, welche die „Gräfin Mariza“ als Inbegriff weiblicher Eleganz und gesellschaftlicher Souveränität inszeniert.
Typografie: Die Verwendung einer klaren, jedoch künstlerisch angehauchten Serifenschrift für den Titel „Gräfin Mariza“ und den Namen des Komponisten „Emmerich Kálmán“ korrespondiert mit der gediegenen Verlagsästhetik des Hauses Karczag.
Provenienz und Widmung: Ein besonders wertvolles Detail ist die handschriftliche Widmung auf dem Titelblatt (IMG_6475.jpg), die den Bezug zum Jahr 1925 herstellt („Herrn Franz ... in Verehrung 1925 23/X“). Diese persönliche Provenienz verleiht dem Notenband eine individuelle historische Dimension, die weit über das Standardobjekt hinausgeht.
Musikhistorischer Kontext
Die Operette „Gräfin Mariza“, erstmals 1924 uraufgeführt, markiert einen Höhepunkt der Wiener Operettenproduktion. Die vorliegende Ausgabe (1924) ist ein direktes Zeitzeugnis der damaligen Aufführungspraxis. Der Klavierauszug von Franz Kopriva diente damals Musikern und dem Publikum gleichermaßen als Medium, um die Hits der Operette, wie etwa „Grüss mir die süßen, die reizenden Frauen im schönen Wien“, in den heimischen Salon zu übertragen.
Materialzustand und sammlerische Bewertung
Der Erhaltungszustand ist für ein über 100 Jahre altes Objekt beachtlich:
Papierqualität: Die Seiten zeigen die zeittypische Patina und leichte Vergilbung, die jedoch die Lesbarkeit der Noten nicht beeinträchtigen. Die Bindung ist (wie auf Foto IMG_6482.jpg zu sehen) dem Alter entsprechend erhalten.
Erhaltung: Das Cover weist dem Alter entsprechende Spuren auf, die den authentischen Charakter unterstreichen. Die Präsenz der Originalwidmung aus dem Jahr 1925 ist ein bedeutender werthaltiger Faktor für Bibliophile und Sammler von Musikautographen.
Marktwert-Analyse und Ausblick 2026
Während Standardnotenblätter oft in Konvoluten gehandelt werden, sticht dieses Exemplar durch die frühe Publikationsjahreszahl (1924) und die persönliche Provenienz aus dem Jahr 1925 massiv hervor.
Kriterium Bewertung Einfluss auf den Wert
Künstlerischer Rang Meilenstein der Operettengeschichte Hoch
Physischer Zustand Altersgemäßer Originalzustand Neutral/Positiv
Provenienz Handschriftliche Widmung von 1925 Positiv
Markttrend 2026 Steigendes Interesse an historischer Musik-Ephemera Positiv
Markteinschätzung: Aufgrund der historischen Bedeutung und der persönlichen Widmung liegt der Wert bei einer spezialisierten Auktion zwischen 60 € und 90 €. Sammler von Musikgeschichte der 1920er Jahre schätzen derartige Dokumente als authentische Zeitzeugen höher ein als bloße Reproduktionen.
Zusammenfassung für das Archiv
Dieses Objekt ist mehr als eine Notensammlung; es ist ein kulturhistorisches Dokument der Wiener Musikgeschichte. Es verbindet den musikalischen Glanz der Ära Kálmán mit einer persönlichen Geschichte der Verehrung im Jahr 1925. Ein Highlight für jede Sammlung zum Thema „Wiener Operette und Musikverlagswesen der 1920er Jahre“.
Beachten Sie betreffend der Beurteilung der Maße vor allem die Fotos (habe die Maße oftmals mit Maßband fotografiert). Die Maße sind durch die elektronische Verarbeitung oftmals ungenau und manchmal falsch in der Beschreibung extrahiert - bitte erkundigen Sie sich vor dem Kauf nochmal, wenn Ihnen exakte Maße auf den Milimeter oder Zentimeter genau, sehr wichtig sind.
Beachten Sie, dass alle Angaben zur Zeitlichen Einordnung dieses Werkes nach bestem Wissen gemacht wurden, aber keine Garantie und Anspruch auf Richtigkeit und Exaktheit abgegeben werden kann. Eine 100%ige Sicherheit würde nur eine Materialanalyse erlangen. Bieten Sie nur, wenn Sie ausreichend Expertise besitzen um anhand der bereitgestellten Fotos selbst eine korrekte zeitliche Einordnung treffen Können. Der Verkäufer und auch die Catawiki Experten übernehmen keine Haftung für eine falsche zeitliche Einordnung. Deshalb betrachten Sie ausschließlich die Fotos als maßgeblich relevante Beschreibungsmerkmale.
W05/2026
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