Klivie
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Beschreibung
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Aus dem Netz:
Die Clivia / Clivie gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und wird hierzulande als Zimmerpflanze kultiviert
Sie ist in allen Pflanzenteilen giftig; Haustierhalter sollten von einer Kultivierung Abstand nehmen
Klivien haben es gerne hell, vertragen aber keine direkte Sonne; auch einen Standortwechsel mögen sie nicht
Substrat darf weder austrocknen noch darf sich Staunässe bilden
Das Riemenblatt kann sehr gut durch Aussaat oder Kindel vermehrt werden
Krankheiten treten kaum auf; lediglich Wurzelfäule kann durch Staunässe entstehen
Gelegentlich siedeln sich Woll- und Schmierläuse an, besonders bei trockener Heizungsluft
Clivia, Riemenblatt – Pflanzen-Steckbrief von Gartenbista
Pflanzenhöhe/-größe: 50 cm
Blütezeit: Februar bis Mai
Standort: hell, keine direkte Sonne, im Sommer gerne im Freien
Substrat: durchlässig, nährstoffreich
Gießen: konstante Feuchtigkeit notwendig; Trockenheit sowie Staunässe vermeiden
Düngen: Frühjahr und Sommer alle zwei Wochen mit Flüssigdünger
Schneiden: verwelkte Pflanzenteile entfernen; Rückschnitt möglich
Überwintern: kühles, helles Winterquartier
Vermehrung: Aussaat, Kindel
Giftig: ja
Heilwirkung: nicht bekannt
Krankheiten und Schädlinge: Wurzelfäule, Woll- und Schmierläuse
Allgemeine Informationen über Clivie
Die Clivia, Klivie, ist eine Pflanzenart, die zur Familie der Amaryllisgewächse gehört. Ursprünglich stammt sie aus dem südlichen Afrika, wird aber inzwischen weltweit kultiviert. Während sie in ihrer Heimat im Freien wächst, wird sie in unseren Regionen ausschließlich als Zimmerpflanze kultiviert. Bis vor einigen Jahren war sie in vielen Haushalten sowie Büros zu finden, mittlerweile jedoch nahm ihre Beliebtheit ein wenig ab. Warum dies so ist, ist unerklärlich, da das Riemenblatt, wie die Klivie auch genannt wird, eine der dekorativsten Zimmerpflanzen überhaupt ist. Zudem punktet sie durch ihre Blütezeit, die mitten im Winter ist, also zu einer Zeit, in der viele andere Gewächse ihre wohlverdienten Vegetationsruhe einhalten.
Clivia wächst ausdauernd und kann dabei etwa 50 cm hoch werden. Ihre dunkelgrünen, schwertförmigen Blätter sind ungestielt; aus deren Mitte wachsen bis zu 60 cm lange Blütenschäfte empor. An ihnen bilden sich ab Februar bis zu 20 glockenförmige Blüten, die gelb, rot oder orangefarben sein können und sich später zu roten Beeren entwickeln.
Lubera-Tipp: Die Blütenstängel machen sich sehr gut in einer Blumenvase!
Ist sie giftig für Menschen?
Die Vermutung liegt nahe, dass das Riemenblatt aufgrund seiner Familienzugehörigkeit giftig ist. Diese Annahme stimmt: genau wie die anderen Amaryllisgewächse ist auch die Clivia giftig. In sämtlichen Pflanzenteilen befindet sich Lycorin, ein Alkaloid, welches Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann. Und auch wird, sollten Teile der Pflanze verzehrt beziehungsweise sollte man mit dem Pflanzensaft in Berührung gekommen sein.
Für Tiere?
Auch für Haustiere wie Hunde und Katzen ist die schöne Zimmerpflanze giftig. Wer sein Heim mit vierbeinigen Mitbewohnern teilt, sollte lieber keine Clivia kultivieren. Die Gefahr, dass versehentlich in ein Blatt gebissen, mit einer Wurzel gespielt oder eine Blüte angeknabbert wird, ist einfach zu groß.
Giftstoffe und Symptome
Neben anderen Alkaloiden enthält die Klivie Lycorin. Dieses kann folgende Symptome hervorrufen:
Durchfall
Erbrechen
Schweißausbruch
Übelkeit
Vermehrter Speichelfluss
Wird die Substanz in großen Mengen aufgenommen beziehungsweise reagiert jemand sehr sensibel auf sie, kann es sogar zu Nierenschäden sowie zu Lähmungserscheinungen kommen. Empfindliche Personen können zudem Hautausschlag bekommen, wenn sie mit dem Pflanzensaft in Berührung kommen.
Im Übrigen sind die Symptome auch bei Haustieren identisch. Beim geringsten Verdacht auf eine Vergiftung ist umgehend ein Tierarzt aufzusuchen. Jede Minute zählt!
Clivia Pflege
Es ist an für sich nicht besonders schwierig, ein Riemenblatt zu pflegen – vorausgesetzt, man kennt seine Bedürfnisse.
Standort
Klivien brauchen viel Licht
Die Clivia benötigt einen sehr hellen Standort, an dem sie jedoch keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt ist. Besonders die Mittagssonne würde zu üblen Verbrennungen an den fleischigen Blättern führen. Fensterplätze eignen sich demzufolge nur in jenen Fällen, in denen sie nicht auf der Südseite gelegen sind. Bei der Wahl des Standortes sollte zudem beachtet werden, dass dort keine Zugluft herrscht; diese wird nicht toleriert.
Optimal sind Temperaturen zwischen 15° und 20° C. Die Zimmerpflanze kommt jedoch auch mit einer etwas wärmeren Umgebung gut zurecht. Den Winter über mag sie es gerne etwas kühler: Temperaturen um 12° C sind ideal.
Grundsätzlich gilt: hat die Klivie einmal einen Standort zugewiesen bekommen, so sollte sie möglichst dauerhaft an diesem stehenbleiben. Sie mag weder ein Umstellen noch ein Drehen ihres Pflanzgefäßes. Eine Ausnahme besteht lediglich im Sommer: die warme Jahreszeit verbringt die Zierpflanze sehr gerne an einem vor Regen, Wind und Sonne geschützten Standort im Freien. Dort sollte sie ebenfalls nicht umgestellt werden.
Lubera-Tipp: Eine kleiner Punkt, der auf die Fensterbank gemalt oder geklebt wird, dient als Markierung des Stammplatzes!
Substrat
Klivien mögen überhaupt keine Staunässe. Das Pflanzgefäß sollte unten Löcher haben, durch die überschüssiges Gießwasser ungehindert abfließen kann. Zudem sollte es stabil sein – beispielsweise aus Ton -, damit es nicht mitsamt der Pflanze umkippt.
Das Substrat muss durchlässig sein; des Weiteren:
Kalkarm
Locker
Nährstoffreich
Kübelpflanzenerde aus dem Fachhandel erfüllt diese Voraussetzungen; alternativ kann auch ein Substrat selbst hergestellt werden. Hierfür werden
2-3 Teile Blumenerde mit
1 Teil Bimskies, Tongranulat oder Kakteenerde
gemischt. Es gibt auch Hobbygärtner, die gute Gartenerde mit Sand und Kompost anreichern und dadurch auch ein fantastisches Substrat bekommen.
Umtopfen bedeutet Stress!
Generell ist es bei dieser Zimmerpflanze nichts Ungewöhnliches, wenn die fleischigen Wurzeln oben aus dem Pflanzgefäß herausschauen. Nimmt dies aber Überhand, so benötigt sie ein größeres Pflanzgefäß, was etwa alle drei bis vier Jahre der Fall ist. Keinesfalls sollte die Klivie zu früh umgetopft werden, da dieses Prozedere für sie Stress bedeutet. Es sollte möglichst während der Blühphase oder kurz danach durchgeführt werden; bis zum Herbst muss das Umtopfen erledigt sein, damit das Riemenblatt in der Ruhephase bereits angewurzelt und gefestigt ist. Und so geht´s:
Pflanzgefäß wählen, welches nur einige Zentimeter größer ist als das bisherige
Unten in das Gefäß Tonscherben oder Kies als Drainage legen, etwas Substrat einfüllen
Clivia am Schopf fassen und vorsichtig aus dem Pflanztopf ziehen; ruckartige Bewegungen vermeiden
Altes Substrat von den Wurzeln lösen, eventuell unter fließendem kalten Wasser abspülen
Beschädigte, vertrocknete oder verfaulte Wurzelteile entfernen
Riemenblatt mittig in das Pflanzgefäß setzen
Den Pflanztopf bis 2 cm unter den Rand mit Substrat auffüllen
Hohlräume zwischen den Wurzeln durch zartes Rütteln an er Clivia schließen
Substrat andrücken
Gießen
Lubera-Tipp: Erst etwa vier Wochen nach dem Umtopfen wird die Klivie das erste Mal gedüngt!
Lubera-Tipp: Aufgrund der Giftigkeit sollten empfindliche Personen im Umgang mit der Pflanze Handschuhe tragen.
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