Seltene orientalische Eisen-Steigbügel (um 1820/1850) - Handgeschmiedet
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Detailinformationen
- ZustandGebraucht
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Beschreibung
Einen Satz antiker Osmanischer oder Afrikanischer Steigbügel der Kurumba - einem Volksstamm aus BURKINA FASO / MENGAO - hergestellt im Zeitraum 1800 bis 1860 - verkaufe ich für € 185,-.
Das antike Steigbügel Paar hat folgende Maße: Höhe: ca. 14,5 cm, Tiefe: ca. 18 cm, Breite: ca. 10 cm.
Die historische Einordnung dieses Typs von Steigbügeln lässt sich anhand der typischen soziokulturellen und handwerklichen Gegebenheiten des osmanisch-nordafrikanischen Raums präzise aufschlüsseln: Sie stammen aus dem Osmanischen Reich oder den angrenzenden Regionen Nordafrikas (insb. Marokko/Algerien) und der Levante (Syrien). Die Region war damals für ihre hochentwickelte Reitkultur und die Beherrschung der Eisenschmiedekunst bekannt. Wann wurden sie geschaffen? In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts (ca. 1800–1850). In dieser Epoche war der Wandel zur industriellen Massenfertigung im Nahen Osten noch nicht vollzogen. Gegenstände des täglichen Bedarfs wurden vollständig von Hand am Amboss gefertigt.
Von wem wurden sie geschaffen? Von einem lokalen Dorf- oder Kasernenschmied (Eisenschmied). Es handelt sich um ein rein funktionales Gebrauchsobjekt (Gebrauchsmilitaria/Alltagsgegenstand). Da feine Dekorationen wie Silber- oder Gold-Tauschierungen (Koftgari) fehlen, wurden sie nicht von einem Hof-Kunsthandwerker für den Adel gefertigt. Für wen wurden sie geschaffen? Für einen regulären Kavalleriesoldaten, berittenen Wachposten oder einen wohlhabenderen Nomaden/Reiter der Region. Weshalb wurden sie geschaffen? Stabilität im Kampf und Gelände: Die extrem breite, schaufelförmige Trittplatte diente als stabile Plattform. Reiter im orientalischen Raum nutzten einen Reitstil, bei dem sie in brenzligen Situationen (oder beim Abfeuern von Waffen) in den Steigbügeln aufstanden. Schutz des Fußes: Die breite Platte schützte den Fuß im dichten Getümmel oder bei Ritten durch dorniges Gestrüpp. Gewichtsverteilung: Sie verteilte den Druck des Reitergewichts gleichmäßig auf den Pferdekörper, um das Tier auf langen Distanzen in der Hitze zu schonen.
Welche Materialien wurden verwendet? Hauptmaterial: Handgeschmiedetes Wrought Iron (Schmiedeeisen). Zubehör: Das Verbindungselement besteht aus handgedrehter Naturfaser (Hanf, Jute oder grobe Baumwolle). Es gab keine feste Auflagenhöhe, da es sich um reine Einzelanfertigungen (Unikate) handelt. Jeder Schmied fertigte die Bügel nach Augenmaß, verfügbarem Eisen und den Bedürfnissen des lokalen Marktes an. Allerdings war die Gesamtanzahl solcher im Umlauf befindlichen Steigbügel im 19. Jahrhundert aufgrund der riesigen Kavallerie-Armeen und der Allgegenwärtigkeit von Pferden sehr hoch. Überdauert haben den Lauf der Zeit in diesem unberührten Zustand jedoch nur Bruchteile davon.
Es lässt sich der Zustand des Steigbügelpaars wie folgt beschreiben: Zustandseinschätzung: Guter, altersgemäßer Originalzustand (Fundzustand / unberührt) Oberfläche & Patina: Das Eisen weist eine ehrliche, flächendeckende Alterspatina mit deutlichem Flugrost auf. Es gibt keine Anzeichen von moderner Überreinigung oder Abschleifung. Das Metall ist substanziell gesund und weist keine Durchrostungen oder tiefen Lochfraß auf. Struktur & Mechanik: Die handgeschmiedeten Bögen und die breiten Trittplatten sind stabil, intakt und weisen keine Risse oder Brüche auf. Die Form ist vollkommen erhalten. Verbindungselement: Das alte, grobe Textil-/Naturfaserseil ist stark gealtert, stellenweise sichtlich abgenutzt und ausgefranst, aber noch zusammenhängend. Es unterstreicht den authentischen Charakter eines historischen Dachboden- oder Scheunenfunds.
Die wichtigsten Besonderheiten dieses Steigbügelpaars, die es von herkömmlichen, europäischen Steigbügeln unterscheiden und für Sammler interessant machen, sind: Die markante orientalische Bauform (Schaufelform) Breite Trittfläche: Die extreme Tiefe von 18 cm ist das wichtigste Merkmal. Sie diente dazu, dem Reiter beim Aufstehen im Sattel maximale Stabilität zu bieten – eine im Orient übliche Reit- und Kampftechnik. Schutzfunktion: Das breite Eisen schützte den Fuß des Reiters im Kampfgetümmel und bei Ritten durch dorniges Wüsten- und Steppengestrüpp. Reine, vorindustrielle Handarbeit (100 % Unikate) Spuren des Schmieds: An den unregelmäßigen Kanten und der variierenden Materialstärke sieht man die traditionelle Fertigung am Amboss. Es handelt sich um ein ehrliches Stück Gebrauchsgeschichte (Gebrauchsmilitaria) ohne maschinelle Serienfertigung. Ergonomische Wölbung: Die leichte Biegung der Unterseite zeigt, dass der Schmied die Platte exakt an die Fuß- und Sattelergonomie der damaligen Zeit angepasst hat. Unberührter „Dachbodenfund“-Zustand Originale Alterspatina: Die Stücke wurden nicht durch chemische Reiniger oder Abschleifen ruiniert. Der gleichmäßige Flugrost ist eine ehrliche Patina, die das hohe Alter von fast 200 Jahren beweist. Das originale Verbindungsseil: Dass die beiden Bügel noch durch das alte, handgedrehte Naturfaserseil miteinander verbunden sind, ist eine Seltenheit. Oft gingen die Paare im Laufe der Jahrzehnte getrennte Wege oder das Seil wurde weggeworfen.
Diese antiken afrikanischen Steigbügel - hergestellt im Zeitraum 1800 bis 1860 können gerne abgeholt werden. Auch organisiere ich bei Bedarf gerne den Paketdienst-Versand.
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