Immobilien richtig verkaufen: Darauf kommt es an

Immobilien richtig Verkaufen


Du willst deine Wohnung oder dein Haus verkaufen? Das ist auch eine emotionale Angelegenheit, denn mit der eigenen Immobilie werden meistens viele Erinnerungen verknüpft. Abgesehen von der Gefühlsebene geht es um die richtige Vorbereitung des Verkaufs. Da gilt es einiges zu beachten, sonst wird das Verkaufen mühsam oder du hast später Probleme. Wir verraten, worauf es dabei ankommt. 

1. Der richtige Zeitpunkt

Der erste Punkt ist den richtigen Zeitpunkt für den Verkauf zu finden – diesen sollte man möglichst genau und nach seinen persönlichen Vorstellungen festlegen. Oftmals sind persönliche Faktoren wie Scheidung, Umzug, Erbschaft oder finanzielle Themen die Beweggründe für einen Immobilienverkauf. In diesem Fall ist man bei der zeitlichen Planung ohnehin eingeschränkt, weil man sich etwa nach Gerichtsterminen richten muss. Aus wirtschaftlicher Sicht kann sich der Zeitpunkt des Verkaufs jedenfalls auf den erzielten Verkaufspreis auswirken. Orientieren sollte man sich daher am besten an den Immobilienpreisen am Markt. Befinden sich diese auf einem sogenannten zyklischen Hoch, wirst du einen sehr guten Preis erzielen können. Es ist daher wichtig, ständig auf dem Laufenden zu bleiben, was die Immobilienpreise betrifft – vor allem jene in deiner Region. 

2. Eigene Vorbereitungen für den Verkauf

Nun gilt es, sich selbst gut auf den Verkauf vorzubereiten. Dazu gehört zunächst, seine Wünsche zu kennen. Will man die eigene Immobilie wirklich verkaufen oder kommt auch eine Vermietung in Frage? Dann sollten persönliche Faktoren wie Kauf oder Miete einer Anschlussimmobilie, vorzeitige Kreditauflösung und ähnliches berücksichtigt werden. Sofern finanzielle Fragen geklärt sind, beispielsweise eine nötige Zwischenfinanzierung zwischen Verkauf und Kauf oder Miete einer neuen Wohnung, sollte mit der Zusammenstellung der notwendigen Verkaufsunterlagen gestartet werden.

3. Verkaufsunterlagen vorbereiten

 Wichtig sind für einen Verkauf folgende Unterlagen:

  • Energieausweis: Ein solcher ist bei Hausverkauf, Vermietung und Verpachtung jeglicher Immobilien vorzulegen und sollte die Gültigkeitsdauer von maximal zehn Jahren nicht überschreiten. Ein Energieausweise ist bei einem zugelassenem Aussteller erhältlich.

  • Grundbuchauszug: nicht älter als drei Monate, erhältlich bei Grundbuchamt oder Notar.

  • Grundrisse: erhältlich bei Architekten oder Raumplaner; möglicherweise sind Pläne auch bereits aus dem eigenem Kauf vorhanden.

  • Baubeschreibung: erhältlich bei Bauträger oder Bauamt.

  • Aufstellung von Instandhaltungsmaßnahmen.

     

4. Preis der Immobilie festlegen

Üblicherweise wird der Angebotspreis rund 5 bis 8 Prozent über jenem Verkaufspreis angesetzt, den du erwartest bzw. erhoffst. Damit hast du einen Spielraum für Preisverhandlungen. Wichtig ist es allerdings, den Angebotspreis niemals viel zu hoch anzusetzen – das könnte wiederum das Interesse potentieller Käufer beeinträchtigen. Setzt du den Preis hingegen zu niedrig an, kann das dazu führen, dass der gewünschte Preis anschließend nicht mehr erreicht werden kann bzw. Käufer sich aus den Verhandlungen zurückziehen, sobald du mehr verlangst. Um den passenden Preis zu eruieren, solltest du dich an vergleichbaren Immobilien, zum Beispiel durch Recherche auf Online-Plattformen, orientieren. Von Bedeutung ist darüber hinaus, wichtige Faktoren wie den Zustand der Immobilie, die Größe, die Ausstattung (etwa mitverkaufte Möbel), besondere Vorzüge (wie Terrasse, Garten, Swimmingpool, Ausrichtung etc.) und die Lage bei der Preisfestlegung zu inkludieren, da diese den Preis auf- bzw. abwerten können. Natürlich kann es ab dieser Phase im Immobilien-Verkauf auch hilfreich sein mit einem Makler zusammen zu arbeiten. Diese sind Profis im Bereich der Preisfindung und Vermarktung von Immobilien und können den Markt einschätzen.

5. Besichtigungen und Kaufverhandlungen

Hast du deine Immobilie gut vermarktet, können Nachfrage und Zahl an Interessenten sehr hoch sein. Wichtig ist es nun, keine voreiligen Entscheidungen über einen potentiellen Käufer zu treffen, sondern ausreichend Besichtigungstermine zu vereinbaren, um sich auch persönlich ein Bild von Käufern machen zu können. Bei der Verhandlung sollte darauf geachtet werden, dass man sich nicht überreden lässt bzw. sich von seinen Gefühlen leiten lässt und dadurch womöglich seinen erhofften Verkaufspreis nicht erreicht. Unser Tipp: Bei Verhandlungen stets neutral und professionell bleiben, jedoch sich dabei nicht auf einen Preis zu versteifen, der eventuell unrealistisch und am Immobilienmarkt nicht erzielbar ist. Auch hier können Makler gekonnt unterstützen und die Abwicklung von Besichtigungen und Verhandlungen professionell begleiten.

6. Kaufvertrag fixieren

Eine entscheidende Rolle beim Immobilienverkauf spielt letztlich der Kaufvertrag, der in erster Linie die Interessen beider Parteien – also sowohl Verkäufer als auch Käufer – wiedergeben soll. Grundsätzlich kann selbst entschieden werden, ob der Vertrag eigenständig gestaltet wird oder mit Hilfe eines Notars oder Anwalts. Allerdings ist ein Notar nötig, um einen Kaufvertrag später beglaubigen zu lassen. Im Kaufvertrag dürfen wichtige Faktoren wie anstehende Sanierungen oder Divergenzen zwischen Angaben im Grundbuch und Vertragsinhalten, nicht ausgelassen werden. Ein solcher Vertrag sollte alle relevanten Punkte rund um den Kauf sowie mögliche Rechtsfolgen enthalten, dazu zählen unter anderem:

  • Vertragspartner: genaue Informationen und Daten beider Parteien.

  • Beschreibung des Vertragsgegenstandes.

  • Kaufpreis und Bezahlung.

  • Treuhänder: beauftragte Notare oder Anwälte.

  • Servitute: Das sind teilweise Nutzungsrechte an Liegenschaften

  • Übergabetermin.

  • Energieausweis und (laufende) Kosten.

  • Beschreibung der Mängel der Immobilie.

  • Aufsandungserklärung: Das ist die Erklärung, dass der bisherige Eigentümer damit einverstanden ist, das Eigentum zu übertragen.

Nach Unterzeichnung und erfolgter Zahlung kann dann die Schlüsselübergabe erfolgen, die stets protokolliert werden sollte, um potenzielle rechtliche Probleme zu umgehen.

7. Expertentipps zum Immobilienverkauf

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