Mietpreisspiegel: Wichtig für Mieter und Vermieter

Aktuelle Mietpreisspiegel sind für das Mieten und Vermieten von Wohnungen und Häusern wichtig. Wir zeigen dir, was dahinter steckt. 

Welche Miete kann ich für meine Wohnung verlangen? Wie hoch wird die Miete in dieser Region bzw. in dieser Stadt sein? Um solche grundsätzlichen Fragen beantworten zu können, braucht es regelmäßige Untersuchungen der aktuellen Mietpreise in ganz Österreich. Eine solche Analyse wird beispielsweise von der Plattform willhaben regelmäßig durchgeführt. Die Marktanalyse 2022 zeigte steigende Mieten in 85 Prozent der österreichischen Bezirke; zudem wurde dabei genau aufgeschlüsselt, in welchen Regionen die Preise gestiegen oder auch gesunken sind. Für die willhaben-Marktanalyse 2022 waren rund 250.000 Immobilieninserate unter die Lupe genommen worden. 

Preisberechnung dank Mietpreisspiegel 

Man spricht in einem solchen Fall von einem Mietpreisspiegel bzw. einem Mietspiegel. Dabei werden die durchschnittlichen Mietpreise in einer Region – üblicherweise ein Bezirk – ermittelt und verglichen. Das ermöglicht eine Übersicht der ortsüblichen Vergleichsmieten und gibt Aufschluss, wie sich die Preise in einem Land insgesamt entwickeln.

Ein solcher Mietpreisspiegel ist für Mieter und Vermieter gleichermaßen wichtig, zeigt er doch, wie hoch die Mietpreise sind. Das macht das Vergleichen von Angeboten einfacher. Je genauer die Daten für die einzelnen Bezirke sind, desto besser ist das, denn selbst innerhalb der Bundesländer bzw. innerhalb der Städte gibt es oft erstaunliche Unterschiede. In Wien beispielsweise sind die Mietpreise in Randbezirken größtenteils deutlich niedriger als jene in der Nähe des Zentrums. Das ist typisch für Städte: In den Kernbezirken zahlt man mehr als in den Randbezirken. Dafür steigen die Mietpreise in vielen Gemeinden außerhalb Wiens wieder an; im sogenannten Speckgürtel sind die Mieter bereit, mehr zu zahlen, weil es mehr Grünraum gibt.

Auch in ländlichen Regionen ist die Lage ein entscheidendes Kriterium: Die Nähe zu attraktiven Ausflugszielen und Sportmöglichkeiten wie Skigebieten schlägt sich unmittelbar im Preis nieder. Gute Erreichbarkeit – mit öffentlichen Verkehrsmitteln, aber auch mit dem Auto, ist ein weiterer Faktor. 

Preisentwicklung im Auge behalten 

Mietpreisspiegel sind darüber hinaus wichtig, um die Entwicklung der Preise und die Attraktivität eines Bezirks für Mieter zu erkennen. So sind die Mietpreise im elften Wiener Gemeindebezirk (Simmering) im Vorjahr stark gestiegen, was Vermieter bei ihren Angeboten berücksichtigen können. Auch in Bezirken wie Liesing (23.), Meidling (12.) und Floridsdorf (21.) haben die Preise angezogen. 

Mietpreise in Österreich steigen

Wie haben sich die Mietpreise in Österreich insgesamt entwickelt? Das sind die Fakten: 

  • Die höchsten Quadratmeterpreise in Österreich werden in Wien, Salzburg, Kitzbühel und Salzburg bezahlt. Mit einem durchschnittlichen Mietpreis von 19,30 Euro je Quadratmeter ist dabei der erste Wiener Gemeindebezirk die teuerste Mietregion in ganz Österreich. 

  • Güssing (Burgenland), das Murtal (Steiermark) und Gmünd (Niederösterreich) waren laut Mietpreisspiegel 2022 von willhaben im Vorjahr die günstigen Regionen im Österreich-Vergleich. In Güssing lag der durchschnittliche Mietpreis bei 7,50 Euro je Quadratmeter. 

  • Generell sind in Österreich steigende Mietpreise zu beobachten, was auch an höheren Zinsen liegt, wodurch wiederum Kredite für Wohnungskäufe teurer werden und schwieriger zu bekommen sind. Zuletzt wurde wegen dieser Mietpreisentwicklung ein Trend  zu Wohnungen und Häusern mit kleineren Wohnflächen beobachtet – auch das ist ein Faktor, den Vermieter berücksichtigen müssen.