Welche Möglichkeiten gibt es, um nachhaltig zu wohnen?

Nachhaltiges Wohnen

Das Thema Nachhaltigkeit begleitet uns in unterschiedlichen Bereichen. Wir haben zusammengefasst, welche speziellen Optionen es diesbezüglich bei Immobilien und beim Wohnen gibt.

Egal ob im Bereich Reisen und Mobilität, Ernährung oder Energieverbrauch, das Thema nachhaltig leben wird in unserer Gesellschaft immer präsenter. willhaben erhebt dazu in regelmäßigen Abständen welche Themen bei der Nutzung unserer Plattform für die Menschen wichtig sind: Nachhaltig zu handeln und auch im Alltag auf die Umwelt zu achten, ist hierbei ein besonders oft genannter Punkt.

Unsere folgende Übersicht gibt Einblick, welche Möglichkeiten es in diesem Zusammenhang  rund um die eigenen vier Wände und generell bei Immobilien gibt.

Der möglichst nachhaltige Bau von Immobilien 

Wird eine Immobilie neu gebaut, besteht eine Vielzahl an Optionen, um ein möglichst umweltfreundliches und nachhaltiges Gebäude zu errichten. Unter nachhaltige Baustoffe fallen zum Beispiel Elemente, die aus nachwachsenden oder gut recyclebaren Rohstoffen erzeugt werden. Auch eine möglichst energiearme Erzeugung dieser Materialien spielt dabei eine wesentliche Rolle. 

Seriöse Zertifikate und Gütesiegel

Somit stellt sich beim ökologiebewussten Hausbau schon zu Beginn auch die Frage: Wie erkenne ich nachhaltige Baustoffe? Es gibt in Österreich mehrere Zertifikate und Gütesiegel, die dir bei der Entscheidung helfen können. Unter anderem das ÖGNI Zertifikat , das Österreichische Umweltzeichen, das IBO-Prüfzeichen oder auch das Siegel „Natureplus” dienen als gute Informationsquelle und zur Orientierung.

Zusätzlich zur Herstellung ist natürlich auch der Transportweg der entsprechenden Produkte relevant, also ob diese im Rahmen der Herstellung oder auch auf späteren Lieferwegen große Distanzen hinter sich bringen müssen.

Wichtig ist bei der Errichtung aber auch das grundsätzliche Energie-Konzept und eine möglichst energieeffiziente Bauweise zu finden. Man spricht hier beispielsweise von Niedrigenergiehäusern, bei denen nur eine geringe Menge an Heizwärmebedarf pro Jahr anfällt. Eine Stufe weiter gehen die sogenannten Passivhäuser, diese zeichnet aus, dass zumeist (fast) gar keine externe Heizenergie mehr benötigt wird. 

Im Gesamtkonzept darf natürlich auch der Blick auf die optimale architektonische Planung nicht fehlen. Da kommen rund um Energie-Themen zum Beispiel die Ausrichtung der Fensterflächen in eine bestimmte Himmelsrichtung oder auch die genaue Gebäudeform ins Spiel. Da Wärme in der Regel über die großen Oberflächen verloren geht, ist hier zumeist eine gewisse Kompaktheit gefragt, hier schließt sich der Kreis zur bereits erwähnten Energieeffizienz eines Gebäudes.

Baust du deine Immobilie nicht selbst, sondern mietest ein Objekt oder kaufst eine Wohnung, ist es von außen zumeist schwer zu beurteilen, wie bei der Errichtung der Immobilie vorgegangen wurde. Bei diesem Thema kann die Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (kurz ÖGNI) für Transparenz sorgen. Die ÖGNI untersucht und bewertet Gebäude anhand verschiedener Säulen der Nachhaltigkeit, dies betrifft Ökologie und Ökonomie, aber auch Soziales. Gebäude werden hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Umwelt, die Wirtschaft und auf die Gesellschaft über den gesamten Lebenszyklus bewertet. Nach entsprechenden Bewertungen werden Gebäudezertifikate vergeben, um die besonders hohe Gebäudequalität sichtbar zu machen. Alle Infos dazu finden sich auf https://www.ogni.at.

Umweltbewusste Ausstattung und Einrichtung 

Neben dem Gebäude an sich, spielt natürlich auch die Ausstattung und Einrichtung eine wesentliche Rolle. Auf der technischen Seite stehen hier vor allem Heizen und Kühlen im Vordergrund, dies geht jedoch sehr oft Hand in Hand mit dem Thema Raumklima und spannt den Bogen zu den Böden beziehungsweise Belagsmaterialien bis hin zum verwendeten Mobiliar.

Baust du selbst oder bist Eigentümer eines Hauses oder einen Wohnung, kannst du auf eine Vielzahl dieser Aspekte Einfluss nehmen: Welches Energiesystem für die eigenen vier Wände in Frage kommt, läuft dabei vielerorts auf einen sehr individuellen Kompromiss aus baulichen Möglichkeiten, bestmöglicher Technologie und Leistbarkeit hinaus. 

Insbesondere Sonnenenergie, also Solartechnologie, Photovoltaik und Wärmepumpen, gelten aktuell als sehr gefragte und langfristige Investitionen. Die enorm steigende Nachfrage zu diesen Themen macht sich seit einiger Zeit auch bei den Stichwortsuchen auf willhaben klar bemerkbar. Neben der ökologischen Komponente ist auch der immer größer werdende Wunsch vieler Menschen nach sogenannter Energieautarkie eine deutlich spürbare Entwicklung. Darunter versteht man, grob gesagt, die eigene Unabhängigkeit von externen Energiezulieferungen.

Bist du Mieter:in einer Wohnung, hast du auf das bestehende Energiekonzept der Immobilie zumeist wenig Auswahl. In gewissen Konstellationen gibt es aber einen gewissen Gestaltungsspielraum bei den Böden, jedenfalls aber bei den Materialien des Mobiliars.

Ich und mein Holz

Holz ist beispielsweise einer der beliebtesten Rohstoffe, aus dem unterschiedliche Aspekte von Einrichtungsträumen - vom Parkett über den Tisch bis zum Stauraum - verwirklicht werden können. Wer sich auch hier für nachhaltige Lösungen und Produkte interessiert, ist neben den bereits genannten Siegeln und Zertifikaten vor allem auch beim PEFC Austria gut aufgehoben. Die Abkürzung steht für “Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes”, ein Programm zur Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen. Zusätzlich gibt es in diesem Zusammenhang auch das internationale FSC-Siegel. Der Fokus liegt in beiden Fällen auf einer möglichst nachhaltigen Forstwirtschaft.

Bei nachhaltiger Einrichtung ist der eigene Hebel nachhaltig zu handeln - sowohl als Mieter:in als auch als Eigentümer:in - besonders groß. Einrichtungsgegenständen eine zweite Chance zu geben, ist so einfach wie nie zuvor: Auf dem willhaben-Marktplatz warten quer über ganz Österreich tausende Möglichkeiten, die eigenen vier Wände besonders nachhaltig, individuell oder auch ganz klassisch einzurichten. 

Gerade bei Möbeln, die voraussichtlich nur für eine begrenzte Zeit ihren Dienst tun werden, etwa Wickelkommoden oder andere Kinderzimmer-Einrichtung, zahlt es sich übrigens im wahrsten Sinne des Wortes aus, beim Kauf auf Umweltfreundlichkeit und Qualität zu achten. Bei der Investition in gutes und langlebiges Mobiliar ist, ähnlich wie bei der Entscheidung für zum Beispiel eine Photovoltaikanlage, ein langfristiger Ansatz oftmals besonders lohnend für unseren Planeten und die eigene Geldbörse. Bei größeren Investitionen in Heizungssysteme ist die sogenannte Amortisation entscheidend, also dass sich die Erstanschaffung langfristig gegenüber anderen Lösungen “rechnet”. Bei nachhaltiger Einrichtung gibt es - neben dem guten Gefühl, etwas für Natur und Umwelt zu tun - auch den klaren Vorteil einer guten Wiederverkaufsmöglichkeit.

Sanierung als Chance für Wohnträume und Umwelt

Zahlreiche Einrichtungs- und zusätzliche Nachhaltigkeitsaspekte kommen insbesondere auch bei Modernisierung und Sanierung von Immobilien zu tragen. Um zu erfahren, worauf dabei zu achten ist, welche Kosten und Möglichkeiten es gibt, liest du am besten gleich hier weiter.