

Vor dem Neubezug, aber auch nach ein paar Jahren in ein und derselben Immobilie, spielen viele Menschen mit dem Gedanken einer Wohnraum-Renovierung oder gar einer grundlegenden Sanierung. Eine derartige Modernisierung ist auch insofern eine lohnende Option, da sie zumeist mit einer gewissen Wertsteigerung der Immobilie einhergeht. Falls bei deinem bevorstehenden Projekt da oder dort mehr als eine Renovierung zu erwarten ist und eher eine Altbausanierung ins Haus steht, bist du auch bei unserem Artikel hier bestens aufgehoben. Für Tipps und Gedankenspiele rund um klassische Renovierungsarbeiten bist du jedenfalls hier goldrichtig:
“Die Wandfarbe im Wohnzimmer ist eigentlich nicht mehr schön, zwei Fliesen im Eingang haben einen Riss und die Türen sowie die Heizkörper am Gang beginnen langsam, ihre Farbe abzuwerfen - das könnte, neben dem Einbau einer neuen Küche, im Frühjahr angegangen werden.” So oder so ähnlich klingen viele Dialoge oder auch Selbstgespräche, kurz vor dem festen Entschluss, den eigenen vier Wänden in absehbarer Zeit eine Renovierung oder Auffrischung zu gönnen.
Wir haben eine Übersicht für dich, bei welchen Themen schneller Erfolg in Aussicht ist und wo es wohl etwas Durchhaltevermögen brauchen wird. Wird eine Immobilie umgehend renoviert, bestehen zahlreiche Optionen, um dies möglichst umweltfreundlich und nachhaltig zu realisieren. Eine Vielzahl an Informationen zu diesem Themenbereich haben wir in diesem Artikel für dich gesammelt.
Viele Renovierungen können grundsätzlich so gut wie alle Räume gleichermaßen betreffen, unabhängig von der genauen Nutzung. Um die einzelnen Projekte und Punkte trotzdem übersichtlich strukturieren zu können, haben wir uns an den klassischen Wohnbereichen und damit vielleicht einhergehenden Spezialthemen orientiert.
Immer, wenn man nach Hause kommt, ist dieser Bereich der erste, der “willkommen”, oder vielleicht auch “renovier mich mal wieder” ruft. Meldet sich diese Stimme eventuell bereits leiser - oder auch lauter - im Außenbereich, ist unsere Infosammlung über Altbausanierung vielleicht spannend und hilfreich für dich.
Türen
Wirft man also, zuhause angekommen, sprichwörtlich die Türe hinter sich ins Schloss, war man möglicherweise bereits mit dem nächsten Objekt für eine Renovierung in Kontakt: der Haustüre. Wenige Dinge zeigen im Zuge einer Erneuerung derart viel Wirkung wie eine Veränderung bei Haus- und Zimmertüren. Einerseits sind sie durch die große Fläche ein sehr prägendes Element der jeweiligen Immobilie, andererseits auch durch ständiges Öffnen und Schließen, Angreifen, Auf- und Zusperren einer konstanten Abnützung ausgesetzt. Gerüchteweise projizieren darüber hinaus auch allfällig vorhandene Haustiere überschüssige Energie besonders gerne und vielfach mit künstlerischer Umgestaltungshingabe auf diese Haus- bzw. Wohnungsteile.
Wie kann man diese Situation also verbessern? Entweder, man tauscht die Türe samt Türstock aus, das ist zumeist jedoch ein sehr aufwendiger Vorgang, meist reicht eine Instandsetzung.
Verschiedene Möglichkeiten werten Türen auf: Es gibt sogenannte Renovierungsumfassungen, die auf den bestehenden Zargen angebracht werden. Eine sanftere Herangehensweise ist einfach ein neuer Anstrich: Streichen, Lackieren und Ölen bringen - je nach Material - zumeist sehr sehenswerte Verbesserungen, aber auch Holzlasuren kannst du gegebenenfalls verwenden. Sind durch Haustiere sowie intensive Nutzung auch kleinere oder größere Blessuren beziehungsweise Beschädigungen vorhanden, kommen Spachtelmasse und Schleifpapier oder Schleifgeräten ins Spiel. Soll es lediglich ein Auffrischen sein, reichen oft etwas Farbe, Lack oder eben Öl.
Besonders wichtig ist, die Oberflächen zunächst großräumig abzuschleifen sowie sehr gründlich zu reinigen und von Staub und Fett zu befreien. Ist, wie weiter oben angemerkt, der Einsatz von Spachtelmasse notwendig, kommt nun diese zum Einsatz. Nach der Ausbesserungsarbeit und entsprechender Trocknung wird die oberste Schicht noch einmal angeschliffen, idealerweise Schleifpapier mit Körnung rund um etwa 200. Nun folgt die Grundierung, sollte die Anwendungsanleitung der finalen Farbe bzw. deines Lackes nicht anders vorsehen. Nach Farbe und Lack ist eine großzügige Trocknungsphase angebracht.
Während dies passiert, kannst du dir Gedanken machen, ob du die Türe eventuell gegen Zugluft besser abdichten möchtest. Dabei helfen Dichtungen, insbesondere um einen möglicherweise vorhandenen Spalt zwischen Türe und Fußboden zu schließen.
Betrifft die Sanierung die Außentüre, machen auch entsprechende Überlegungen puncto Widerstandskraft bzw. Sicherheit von Tür und Schloss Sinn. Je nach Aufrüstung lässt sich eine bessere Widerstandsklasse erreichen (es gibt die Klassen WK 1 bis WK 6) höhere Werte sind zumeist nur durch eine neue Sicherheitstüre erreichbar.
Auch die Verbesserung einer unter Umständen nicht optimalen Lichtsituation im Eingangsbereich lässt sich beim Austausch der Außentüre durch eine Alternative mit Glaselementen erzielen.
Heizkörper
Ist die Türsituation verbessert, lohnt oftmals ein Blick auf den (Lack-)Zustand allenfalls vorhandener Heizkörper. Sollten diese grundsätzlich noch gut funktionstüchtig sein, bringt auch hier vielleicht ein neuer Anstrich zusätzliche Wohnfreude. Dabei gleichen die Schritte den bei der Türsanierung genannten sehr, beim Lack solltest du jedoch sicherstellen, dass dessen Verwendung auch bei Heizkörpern möglich und zulässig ist.
Bei einem Austausch bestehender Heizkörper durch modernere Modelle besteht jedenfalls nicht nur viel Potential, die Effizienz zu steigern, sondern damit einhergehend auch die Möglichkeit, eine baulich dezentere, aber ähnlich leistungsstarke Version zu installieren. Über Details informiert dich hier ein Profi aus dem Heizungs- und Sanitärbereich sicher gerne über die genauen Möglichkeiten.
Sind die Fugen in deinem Bad bereits deutlich dunkler, als dir das gefällt, die Fliesenfarbe eigentlich so gar nicht nach deinem Geschmack und die Armatur beziehungsweise der Temperatur-Mischer in der Dusche schon länger ein Ärgernis? Dann könnten das bereits die nächsten Projekte für eine Renovierung sein.
Zunächst empfiehlt sich eine Bestandsaufnahme: Sind die Fliesen und deren Oberfläche in WC und Bad noch in Ordnung und die Farbe das eigentliche Problem? In diesem Fall verhelfen spezielle Fliesenlacke zu neuen Sanitärfreuden.
Fliesen
Sind die Blumenmuster oder auch andere nicht ganz so wunderschöne Strukturen in den Fliesen eine tägliche Motivation zur Renovierung? Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Situation zu verbessern. Sitzen die Fliesen grundsätzlich fest an der Wand bzw. am Boden, kannst du direkt auf diesen Untergrund neue Oberflächen anbringen. Sollen es wieder Fliesen sein, gibt es extra dünne Renovierungsfliesen, möchtest du eigentlich in Zukunft eine glatte Wand, können imprägnierte Gipskartonplatten das Mittel der Wahl sein. Wichtig ist dabei, auf feuchteresistente Spachtelmasse und Dichtbänder zu achten. Generell ist unumgänglich, dass alle Materialien, die im Bad zum Einsatz kommen, entsprechende Eignung für den Nassbereich mitbringen, sonst heißt es leider relativ schnell: Nach der Renovierung ist vor der Renovierung.
Armaturentausch
Die Duscharmatur zu wechseln ist, mit handwerklichem Geschick und geeignetem Werkzeug, eine etwas weniger aufwendige Sache. Du solltest dir aber zu hundert Prozent sicher sein, dass du dir dies wirklich zutrauen kannst. Ansonsten ist, gerade wenn Wasser oder gar Strom im Spiel sind, die Beauftragung einer Fachkraft immer ratsamer.
Unser Schritt-für-Schritt Ablauf zum Tausch einer Armatur:
Das Wasser bzw. die betreffende Zuleitung abdrehen
Testen, ob tatsächlich gar kein Wasser mehr durch diese Leitung fließt
Die bestehende Armatur von den Leitungen lösen und ggfs. die Leitungsbögen demontieren
Die Anschlüsse für die neue Mischbatterie mit Teflonband oder Hanf vorbereiten
Solltest du die Leitungsbögen - auch S-Bögen genannt - demontiert haben, neue Bögen montieren deren Position auf die zu montierende Mischbatterie abstimmen
Die neue (Dusch-)Armatur an den mit Teflon band bzw. Hanf vorbereiteten Leitungsenden anschrauben
Das Wasser vorsichtig wieder aufdrehen
Die Anschlüsse auf Dichtheit kontrollieren, zum Beispiel lässt sich mit Küchenrolle gut testen, ob irgendwo Wasser austritt
Die neue Installation genießen
Böden erneuern
Material und Farbgebung von Böden bergen großes Wohlfühlpotential. Wenn die Optik gar nicht mehr gefällt, der bestehende Bodenbelag Risse aufweist, vielleicht an mehreren Stellen stark abgenutzt oder gar beschädigt ist, ist die Zeit gekommen, an eine Erneuerung zu denken. Ist ein Abschleifen des bestehenden Bodens möglich, kann dies eine einfache und wirkungsvolle Aufwertung eines Raumes sein. Wenn der Untergrund jedoch erneuert werden muss, sind Alternativen gefragt, welche gibt es da heutzutage überhaupt?
Moderne Estriche eignen sich auch als finaler Fußboden: Sie sind pflegeleicht und strapazierfähig. Wenn du einen Belag möchtest, sind von Fliesen über PVC, Linoleum, Vinyl und Laminat bis zu Parkett oder Holzdielen viele Varianten möglich. Im Schlafzimmer, aber auch in Kinderzimmern sind die Option Kork und Teppichboden ebenfalls nach wie vor beliebt, wenngleich oftmals sehr pflegeintensiv. Im Rahmen der Erneuerung sollten in jedem Fall die Themen Wärme- und Trittschall-Dämmung bedacht werden. Was kann im Falle einer kompletten Erneuerung eigentlich an Themen auf dich zukommen? Hier eine grobe Übersicht:
Zimmer bzw. Immobilie ausräumen, um alle Bereiche des Bodens zugänglich zu machen
Entfernung des alten Bodens samt Sockelleisten und ggfs. auch des Unterbaues
Einbau eines neuen Rohbodens und unter Umständen der Ausgleich von Höhenunterschieden
Verlegung von Dämmungsmaterial
Im Falle einer Fußbodenheizung die entsprechende Neu-Verrohrung
Je nach Bodenaufbau die Ausbringung von Estrich samt Versiegelung bzw. Oberflächenbehandlung
Neuverlegung des gewünschten Bodenbelages - ggfs. samt Leisten
Je nach Belag finale Behandlung und Reinigung der Oberflächen
Das Comeback der Einrichtungsgegenstände
Den neuen Boden genießen
Wunschtraum (neuer) Kamin
Für viele ist ein knisternder Kamin ein Sinnbild für pure Gemütlichkeit. Wenn im Zuge einer Renovierung ein Schwedenofen getauscht oder überhaupt erst einer installiert werden soll, bringt dieses einige knifflige Fragen mit sich:
Wie viel Heizleistung wird in Zukunft benötigt, nur ein Bereich eines Raumes soll erwärmt werden, oder mehr? Welche Brennstoffe sind im jeweiligen Haushalt möglich und praktikabel? Wird ein Wärmespeicher-Effekt angestrebt und wie soll der zukünftige Ofen eigentlich aussehen?
Jeder Einbau hat da so seine speziellen Themen, die baulichen Voraussetzungen sollten daher gemeinsam mit dem zuständigen Rauchfangkehrer beraten und besprochen werden:
Kann ein eventuell vorhandener Rauchfang für einen neuen Kamin verwendet werden, oder ist ein neuer notwendig und wie muss dieser beschaffen sein? Ist ein Außenluftanschluss unumgänglich oder bezieht der Kamin die Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum? Wie verhält es sich mit Sicherheitsabständen zu brennbaren Materialien und wie schwer wird der neue Ofen sein? Sollte man vor der Aufstellung eventuell einen Statiker befragen?
Sind diese Fragen geklärt und ist die Ofeninstallation laut Rauchfangkehrer zulässig, empfiehlt es sich in den meisten Fällen, sich beim Anschluss von einem Profi helfen zu lassen, wenngleich dies bei klassischen Holzöfen grundsätzlich auch in Eigenregie möglich und zulässig ist. Hier stellen sich aber bereits weitere grundsätzliche Fragen: Welche Bauteile, also Ofenrohre, Wandfutter und so weiter, werden benötigt, was ist im Lieferumfang des Ofens enthalten? Ist der Boden rund um den Kamin empfindlich, sollte auch eine Funkenschutz- beziehungsweise Bodenplatte angebracht werden.
Ist der Kamin ordnungsgemäß aufgestellt und angeschlossen, folgt der zweite Besuch des Rauchfangkehrers, die sogenannte Abnahme der Feuerstätte. Gibt es einen positiven Befund, kann der Kamin befeuert und genossen werden.
Neue Wandfarbe - neues Leben
Eine neue Wandfarbe kann sehr viele Wohnbereiche erheblich bereichern. Grundsätzlich ist das Ausmalen keine Raketenwissenschaft, um die Planung und Umsetzung zu erleichtern, haben wir dennoch eine kurze Checklist zusammengestellt:
Mittels Farbkarte, etc. die Wunschfarbe bestimmen
Farbe, Ausmalwerkzeug und Abdeckmaterial, ggfs. Schutzausrüstungen und einen Arbeitsoverall kaufen
Falls nötig, da Unebenheiten oder Bohrlöcher in der Wand ausgebessert werden sollen - auch Spachtel und Spachtelmasse
Das betreffende Zimmer vorbereiten, also bewegliche Möbel entfernen und abmontierbare Dinge wie Bilder entfernen
Falls nötig, eine Leiter organisieren und mit Abdeckmaterial und Klebeband alle verbleibenden Dinge gründlich schützen
Immer zuerst die Ecken und Kanten ausmalen, die Flächen von oben nach unten
Die Küche ist seit jeher ein wichtiges Zentrum der meisten Wohnimmobilien. Wird dort von vielen Menschen eine gewisse Zeit verbracht, ist über die Jahre eine gewisse Abnutzung eine Selbstverständlichkeit. Aber auch Geschmäcker hinsichtlich Material, Oberflächenbeschaffenheit und Farbe sind oftmals einem steten Wandel unterworfen.
Fronten tauschen oder Lackieren
Sind die Fronten deiner Küche einfach nicht mehr so, wie du das möchtest, gibt es mehrere Auswege: Einerseits kann schon ein frischer Anstrich viel Behaglichkeit zurückbringen, wenn die Oberflächen wieder in Ordnung gebracht und farblich ansprechender werden. Sehr ähnlich der bereits erwähnten Tür-Renovierung am Beginn dieses Artikels, gilt es auch bei den Küchenfronten zumeist ausreichend zu schleifen, Staub und Fett entsprechend loszuwerden und mit dem gewünschten Material eine neue Oberfläche zu zaubern. Furnierte Küchenmöbel sollten nur wenig geschliffen werden, um die ebenmäßige Küchenoberfläche zu erhalten. Ist dir das alles zu viel Staub? Um Küchenschränke auch ohne vorherige Schleifarbeit neu einfärben zu können, ist heutzutage auch Spezialfarbe wie beispielsweise Kreidefarbe oder Farbe auf Kalkbasis erhältlich.
Sind Material, Struktur oder andere Themen bei deinen bestehenden Küchenfronten so gar nicht mehr wunschgemäß, können auf das bestehende Küchenmobiliar oftmals auch gänzlich neue Fronten montiert werden. Somit kann der jeweilige Korpus verbleiben, die Küche sieht nach einem derartigen Update aber aus wie neu.
Küchenplatte / Arbeitsplatte tauschen
Neben den Fronten birgt in der Küche auch die Arbeitsplatte großes Potential zur Erneuerung beziehungsweise Optimierung. Der Austausch einer derartigen Küchenarbeitsplatte ist oftmals nicht ganz so einfach, denn Spülbecken, Kochfeld und so weiter müssen millimetergenau eingepasst werden. Hier hilft der Weg zum Küchenprofi, in Ausstellungsräumen ist zudem oftmals leichter, eine Entscheidung zu finden, ob es zukünftig Holz, Stein, Beton, Kunststein oder auch Keramik werden soll.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, bereits alle Eventualitäten hinsichtlich der neuen oder bestehen bleibenden Küchengeräte - insbesondere auch der Spüle und des Kochfeldes samt Dunstabzug - bedacht zu haben. Diese Maße beeinflussen möglicherweise gravierend die Form, Breite, Höhe oder andere Faktoren rund um die neue Arbeitsplatte. Möglicherweise lässt sich in diesem Zuge auch die entsprechende Arbeitshöhe noch etwas optimieren.
Wir wünschen bei deinen Renovierungen viel Freude und Erfolg! Solltest du, während du diesen Artikel gelesen hast, gemerkt haben, dass es bei deinem Projekt mehr an die Bausubstanz und damit wohl doch eher in Richtung einer Sanierung gehen muss, haben wir hier die passenden Infos für dich.