Gaming-PC selbst bauen? Du schaffst das!

PCs zusammenbauen ist mittlerweile zu einer Kunst geworden und immer mehr Gamer:innen wollen ihren eigenen, personalisierten Gaming Computer zu Hause stehen haben. Dabei stehen vor allem Einsteiger:innen schnell vor großen Herausforderungen. Wir haben uns mit dem PC-Bau Experten von Austrian Force willhaben, Manuel „Maka“ Klein, getroffen der euch zeigt, wie ihr mit simplen Tricks schnell und effizient euren persönlichen Traum erfüllen könnt!


Wenn ihr euch dafür entscheidet einen eigenen Computer zu bauen sind zwei grundsätzliche Fragen wichtig: Was soll der PC können und wie viel soll es Kosten? Diese zwei Punkte sind abhängig davon, was ihr wollt. Entscheidend sind die Spiele, die ihr spielt und in welcher Auflösung. Dabei ist eine generelle Faustregel wichtig: Je schöner das Spiel und je höher die Auflösung, desto stärkere Teile braucht ihr. Bei der Auswahl der Prozessoren ist es gar nicht so wichtig ob ihr euch für Intel oder AMD entscheidet, obwohl die Ryzen-CPU’s tendenziell stärker bei Gaming-Anwendungen sind. Bei Grafikkarten ist die Auswahl einfacher. AMD macht derzeit große Schritte vorwärts in ihrer Entwicklung, dennoch führt an Nvidia so gut wie kein Weg vorbei.

PC-Bastler Manuel Klein während der Arbeit

Maka hat bei der willhaben PC-Building Challenge gezeigt, warum er der Experte ist! (Copyright Stage Two/Bernhard Gstrein)


Aller Anfang ist schwer

In der Auswahl der Komponenten sieht Maka Potenzial für Verbesserungen: „Ich habe schon oft gesehen, dass Konfigurationen zum Teil nicht zusammenpassen. Meistens sind die Prozessoren viel zu stark im Vergleich zu anderen Komponenten und dann passt der Kosten-Nutzen-Faktor nicht.“ Laut seiner Ansicht nach könnt ihr diese PC’s schon so bauen, aber dann gebt ihr Geld für Performance aus, die ihr im Endeffekt nicht nutzt. Deshalb ist die Auswahl der Komponenten die größte Herausforderung, sogar noch vor dem eigentlichen Bauprozess.

Jetzt stellt ihr euch sicher die Frage, wie ihr solche Fehler vermeiden könnt und Maka hat dafür auch die Antwort: „Es gibt auf Youtube mittlerweile unzählige Kanäle, die sich mit dem Thema beschäftigen und die Hardware auf Herz und Nieren prüfen. Zusätzlich gibt es noch die Homepage pcpartpicker.com, bei der ihr schon im Vorhinein euren PC konfigurieren könnt. Dabei seht ihr auch gleich, wie viel der Computer kostet und ob die Teile kompatibel miteinander sind!“ Gute englischsprachige Kanäle in diesem Fall sind Linus Tech Tips sowie Gamers Nexus und auf Deutsch sind die Jungs von HardwareDealz empfehlenswert. Die helfen euch nicht nur bei der Auswahl der Teile, sondern haben auch haben auch detaillierte Bau-Guides, die euch bei jeder Unsicherheit helfen können.


Riesiges Einsparungspotenzial am Gebrauchtmarkt

Wenn du dir mit den Youtube-Videos und Partpicker deine Teile zusammengesucht hast, dann hast du noch auf willhaben ein riesiges Sparpotenzial. Du kannst den Preis teilweise um fast 50 Prozent drücken! Noch dazu ist es wesentlich nachhaltiger, gebrauchte Einzelteile zu kaufen. Laut der Second Hand Effect Studie aus dem Jahr 2022 konnten durch den Kauf und Verkauf von gebrauchten PCs/Laptops/Hardware auf willhaben bis zu 15.105 Tonnen CO2-Äquivalente gespart werden!

Für Maka gibt es jedoch ein paar Dinge, die man beim Gebrauchtmarkt beachten muss: "Vor allem bei Grafikkarten muss man noch aufpassen. Wenn ein Angebot zu gut ist um wahr zu sein, dann kann es sein, dass diese Teile aus Crypto-Mining Farmen kommen. Dort werden sie sehr stark beansprucht und deshalb kann es zu Performance-Einbußen kommen. Der Preis ist aber diesbezüglich ein guter Indikator. Diese GPUs sind nämlich wesentlich günstiger erhältlich als der Durchschnitt."



Manuels PC bei der Willhaben Building Challenge

Das ist Makas PC, den er bei der willhaben Challenge zusammengebaut hat! (Copyright Stage Two/Bernhard Gstrein)


"PCs bauen ist wie fortgeschrittenes Lego-Technik!"

Wenn ihr dann alle Teile beisammenhabt, dann geht es mit dem Schritt los, vor dem wohl die meisten Gamer:innen Respekt haben. Dabei müsst ihr euch gar nicht so sehr davor fürchten, denn Manuel findet, dass „wenn ihr einen einfachen PC mit Luftkühler zusammenbauen wollt, dann ist der Bauprozess vielleicht ein bisschen schwieriger als ein Lego-Technik Baukasten!“ Mit einem simplen Schraubenzieher seid ihr schon gewappnet für die Aufgabe. Die notwendigen Schrauben liefert der Hersteller mit und dann müsst ihr nur mehr euer gesammeltes Wissen einsetzen. Einzig beim Kabelmanagement könnte es noch tricky werden, aber das ist nur dann relevant, wenn ihr eure Einzelteile durch ein Glasfenster im Gehäuse bestaunen wollt. Den Prozessor in den vorgegebenen Rahmen einlegen, Grafikkarte und Ram an das Motherboard anstecken und dann ist der Großteil schon erledigt. Für die Gehäuse- und CPU-Lüfter braucht es ein paar Schrauben und dann alles an das Netzteil anstecken und schon könnt ihr den ersten Probebetrieb starten. Wo ihr welche Kabel anstecken müsst, könnt ihr der Gebrauchsanleitung eures Motherboards entnehmen und dann kann es schon losgehen!

Manuel beim verschrauben von Lüfter

Der fokussierte Blick von Maka beim verschrauben der Lüfter! (Copyright Stage Two/Bernhard Gstrein)


Wenn ihr euch anschauen wollt, wie Manuel arbeitet, dann schaut euch hier die Austrian Force willhaben Challenge und hier die willhaben Pimp My PC Videoreihe an!


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