So findest du deine:n richtige:n Makler:in

Richtigen Makler finden

Wer Verkauf bzw. Vermietung seiner Immobilie oder die Suche nach dem neuen Zuhause nicht eigenständig durchführen möchte, sollte einige grundlegende Aspekte beachten, die eine:n perfekte:n Makler:in ausmachen.

Dessen Auswahl ist schließlich ganz entscheidend dafür, optimal über Markt und Gesetzte beraten zu werden und am Ende den besten Preis zu erzielen.

Tipps für die Suche nach der:dem richtigen Makler:in

  • Immobilien werden heute am häufigsten über das Internet gesucht und gefunden* und daher sollte auch die Suche Makler:innen im Netz beginnen. Diese Profis können heutzutage auch nicht mehr auf Online-Immobilienplattformen verzichten. Auf diesen kannst du recherchieren, welche Makler:innen welche Dienstleistungen anbieten.

     

  • Es kann hilfreich sein, neben der Online-Recherche die Erfahrungen von Freunden und Bekannten bzw. Nachbarn einzuholen. Wie haben diese ihre Wohnung gefunden? Kennen sie gute Makler:innen oder haben sie vielleicht sogar eine:n Makler:in in ihrem Umfeld, den sie empfehlen können?

     

  • Ein weiteres Kriterium kann sein, ob sich die:der Makler:in in der ausgewählten Wohngegend gut auskennt und daher auch mit ortsüblichen Miet- und Verkaufspreisen vertraut ist. Hat die/der Makler:in eventuell schon ähnliche Immobilien vermarktet und war dabei erfolgreich?

     

  • Der nächste Schritt: Sieh dir die Online-Inserate der Makler:innen in der ausgewählten Region genauer an. Dabei solltest du darauf achten, wie gut das Inserat gestaltet ist, da dies bereits viel über die „Handschrift“ des jeweiligen Maklers aussagt. Das professionelle Inserieren einer Immobilie ist nämlich das A und O eines erfolgreichen Verkaufs bzw. Vermietung. Je detaillierter die Objektbeschreibung ist und je professioneller die Fotos der Immobilie gemacht wurden, desto besser.

    Wenn du eine Immobilie zu vergeben hast: Welche Makler-Inserate würden dich persönlich ansprechen – das ist wichtig, weil das auch umgekehrt bei deiner Anzeige viele Interessenten motivieren kann.

     

  • Hat man eine erste Auswahl an Makler:innen gefunden, deren Präsenz auf Online-Plattform überzeugend ist, ist oft auch deren grundsätzliches Auftreten im Internet einen Blick wert. Dabei sollte vor allem die persönliche Website des Maklers oder der Maklerin betrachtet werden. Weitere Aspekte sind eine gültige Gewerbeberechtigung, die Mitgliedschaft bei einer erfolgreichen Maklervereinigung oder die Auszeichnung mit einem Qualitätssiegel wie dem renommierten Immy Award. Ebenso kann ein fixer Bürostandort von Vorteil sein, denn dort bekommt man bei einem Erstgespräch einen genauen Eindruck vom jeweiligen Makler.

     

  • Nach der ersten Kontaktaufnahme mit dem ausgewählten Makler:in spielt der Faktor Zeit eine Rolle: Wie rasch meldet sich der Profi auf deine Anfrage? Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit sind schließlich wesentliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit und eine schnelle Vermarktung der Immobilie.

     

  • Bei der Zusammenarbeit mit deiner:deinem gewählten Makler:in ist es wichtig, selbst stets offen die wichtigsten Informationen, die das Objekt betreffen, zu kommunizieren. Notwendige Unterlagen, beispielsweise der Grundriss oder der Energieausweis, sind dem Makler zu übergeben, um den Vermarktungsprozess anzukurbeln. Etwaige Mängel der Immobilie solltest du der:dem Makler:in nicht vorenthalten, da diese möglicherweise ohnehin in einem Vertrag angegeben werden müssen.

     

  • Es ist wichtig, mit Makler:innen im vornherein über deren Provisionen und Konditionen zu sprechen und sich zu einigen. Ab 1. Juli 2023 wird das sogenannte Bestellerprinzip bei Vermietungen (also nicht für Kauf bzw. Verkauf von Immobilien) gelten – das bedeutet, dass Auftraggeber:innen zur Gänze die Maklerprovision bezahlen müssen.

     

  • Die Maklerprovisionen bei Vermietungen betragen derzeit maximal drei Bruttomonatsmieten für Vermieter:innen und zwischen einer halben und maximal zwei Bruttomonatsmieten für Mieter:innen – das hängt unter anderem davon ab, ob der Vertrag befristet oder unbefristet ist. wie bereits skizziert werden ab Juli 2023 nur noch die Vermieter:innen diese Provision bezahlen müssen.

     

  • Die Höhe der Provision beim Kauf von Immobilien hängt vom Kaufpreis ab und liegt zwischen 3 und 4 Prozent netto. Eine Provision kann, je nach Vereinbarung, Käufer:innen und Verkäufer:innen Rechnung gestellt werden.

     

Rechtliche Aspekte bei der Arbeit mit Makler:innen

Aus rechtlicher Sicht ist festzuhalten, dass Makler:innen über rechtliche bzw. wirtschaftliche Verflechtungen mit einer der Marktparteien informieren müssen, da sonst kein Anspruch auf Provision gestellt werden darf. Ebenso gilt ein Erfolgsprinzip für den Anspruch auf Bezahlung bzw. Provision. Bei wirtschaftlichen Eigengeschäften etwa wenn Makler:in und Vermieter:in dieselben Eigentümer:innen haben – ist auch keine Provision erlaubt. Ohne eines erfolgreichen Vertragsabschlusses kann keine Provision in Rechnung gestellt werden. 

 *marketagent Immobiliensuche 04/2022